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370 Kilometer vor Indiens Küste Chemikalientanker von Drohne im Indischen Ozean getroffen

Nach mehreren Angriffen auf Handelsschiffe im Roten Meer ist nun auch im Indischen Ozean ein Schiff, das in Verbindung zu Israel steht, von einer Drohne beschossen und beschädigt worden. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.
Handelsschiff im Arabischen Meer (Symbolbild)

Handelsschiff im Arabischen Meer (Symbolbild)

Foto: U.S. Navy / Getty Images

Ein zu Israel gehörendes Handelsschiff ist im Indischen Ozean von einer Drohne getroffen worden. Laut der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) sowie der Sicherheitsfirma Ambrey wurde das Schiff rund 370 Kilometer vor der Küste Indiens angegriffen. Dabei wurde ein Brand verursacht, den die Besatzung des unter liberianischer Flagge fahrenden Chemikalientankers löschen konnte.

Ambrey zufolge handelt es sich um einen unter der Flagge Liberias fahrenden Öltanker, der sich auf dem Weg von Saudi-Arabien nach Indien befunden habe. Die Firma teilte mit, das Schiff stehe mit Israel in Verbindung. Genauere Angaben machte Ambrey dazu nicht.

Ein Vertreter der indischen Marine teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass sie am Samstagmorgen auf ein Hilfeersuchen reagiert und ein Flugzeug und ein Schiff entsandt hatten, um Sicherheit für das Schiff und dessen Besatzung zu garantieren.

Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Seit dem Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas hat die Huthi-Miliz wiederholt Handelsschiffe angegriffen. Laut dem US-Verteidigungsministerium führten die Huthis mehr als hundert Angriffe mit Drohnen und Raketen auf insgesamt zehn Handelsschiffe aus.

Die Miliz im Jemen feuerte zudem wiederholt Drohnen und Raketen auf Israel ab. Sie droht, jedes Schiff auf dem Weg nach Israel anzugreifen, solange der Transport von mehr Lebensmitteln und Medikamenten in den Gazastreifen nicht erlaubt wird. Wegen der wiederholten Angriffe hatten mehrere Reedereien in den vergangenen Tagen verkündet, Fahrten umzuleiten.

kim/Reuters/AFP

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