Internationale Atomaufsicht Iran treibt anscheinend seine Urananreicherung weiter voran

Seit Monaten sind die Atomgespräche mit Iran festgefahren. Laut einer Agenturmeldung zu einem IAEA-Bericht reichert das Land in seiner unterirdischen Anlage in Fordo wieder verstärkt Uran an.
Unterirdische Atomanlage in Fordo (im November 2019)

Unterirdische Atomanlage in Fordo (im November 2019)

Foto: HO HANDOUT/ EPA-EFE/ REX

Während des andauernden Streits über eine Wiederbelebung des Atomabkommens mit Iran arbeitet das Land laut der Internationalen Atomaufsicht (IAEA) verstärkt an der Urananreicherung. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen internen IAEA-Bericht, der an die Mitgliedstaaten verschickt worden sein soll. Darin heißt Reuters zufolge, Iran setze die Uran-Anreicherung in seiner unterirdischen Anlage in Fordo mit einer modifizierten Kaskade seiner Zentrifugen fort; diese erleichtere eine höhere Anreicherung. Darüber habe Iran die IAEA am 7. Juli informiert.

Das ursprünglich 2015 vereinbarte Atomabkommen soll verhindern, dass Iran an Kernwaffen gelangt. Die Regierung in Teheran bestreitet, solche Pläne zu haben. Die USA hatten das Abkommen 2018 unter ihrem damaligen Präsidenten Donald Trump aufgekündigt und erneut Sanktionen gegen Iran verhängt. Danach begann Teheran, die nuklearen Abmachungen schrittweise zu brechen.

Gespräche über ein neues Abkommen, an denen die USA, Frankreich, Großbritannien, Deutschland sowie Russland, China und Iran teilnahmen, schienen noch im März auf einem guten Weg. Dann aber brachte Russland neue Forderungen ins Gespräch. Beobachter hatten dies mit den westlichen Sanktionen nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine in Zusammenhang gebracht.

cbu/Reuters
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