Irak Raketen auf Militärbasis eingeschlagen

Ein von internationalen Truppen genutzter Militärstützpunkt wurde nach Angaben der irakischen Militärführung mit Raketen beschossen. Es ist die dritte Attacke binnen wenigen Tagen.
Irakische Stadt Karbala: Die USA flogen als Reaktion auf die Attacken mehrere Vergeltungsschläge - Ziel waren proiranische Milizen

Irakische Stadt Karbala: Die USA flogen als Reaktion auf die Attacken mehrere Vergeltungsschläge - Ziel waren proiranische Milizen

Foto: MOHAMMED SAWAF/ AFP

Im Irak sind Raketen auf eine Militärbasis eingeschlagen, die von internationalen Truppen genutzt wird. Zwei Raketen hätten am Montagabend die Basis Basmaja rund 25 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bagdad getroffen, teilte die gemeinsame Militärführung des Irak mit. Bei dem Beschuss handelt es sich um den dritten Angriff innerhalb einer Woche. Zu möglichen Todesfällen oder Verletzten wurde zunächst nichts bekannt.

Neben Einheiten der irakischen Armee sind auf der Basis auch ausländische Soldaten stationiert, unter anderem aus Spanien, sowie Ausbildungskräfte der Nato aus den USA, Großbritannien, Kanada und Australien. Das von den USA angeführte internationale Bündnis unterstützt die irakische Armee im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), die im Irak weiter aktiv ist. Auch die Ausbildungsmission der Nato soll verhindern, dass die Extremisten wiedererstarken.

Mehr als 20 Angriffe auf US-Stützpunkte in vergangenen Monaten

Bereits in der vergangenen Woche war der von den USA und Deutschland genutzte Militärstützpunkt Tadschi nördlich von Bagdad zweimal mit Raketen beschossen worden. Der Verdacht richtete sich gegen proiranische Schiitenmilizen, die den Abzug ausländischer Truppen aus dem Irak verlangen. Bei dem ersten Angriff am vergangenen Mittwoch starben zwei US-Soldaten und eine britische Soldatin. Nach dem Beschuss vom Mittwoch hatten die USA Vergeltungsangriffe auf proiranische Milizen geflogen. Dabei starben mindestens sechs Menschen.

In den vergangenen Monaten wurden mehr als 20 Angriffe auf US-Stützpunkte im Irak verübt, die USA vermuten proiranische Gruppierungen hinter den Anschlägen. Seit der Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimani durch US-Drohnen Anfang Januar kam es bereits mehrfach zu Raketenbeschuss auf Militärbasen im Irak, auf denen US-Truppen stationiert sind. Der Verdacht richtet sich meistens gegen schiitische Milizen, die mit dem Nachbarland Iran verbündet sind.

mst/dpa
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