Militärübung in der Straße von Hormus Iran attackiert Attrappe eines US-Flugzeugträgers

Bei einer Übung haben iranische Schnellboote, Hubschrauber und Landstreitkräfte die Attrappe eines US-amerikanischen Flugzeugträgers attackiert. Die US-Marine nennt das eine Provokation.
Bild des Angriffs auf die Flugzeugträgerattrappe, ausgestrahlt auf dem iranischen Staatssender Irib

Bild des Angriffs auf die Flugzeugträgerattrappe, ausgestrahlt auf dem iranischen Staatssender Irib

Foto: -/ AFP

Die iranischen Revolutionsgarden haben bei einer Militärübung iranischen Medienberichten zufolge die Attrappe eines US-Flugzeugträgers angegriffen. Das iranische Staatsfernsehen übertrug Bilder der Militärübung, die in der Straße von Hormus stattgefunden hat. Zu sehen waren Schnellboote, Hubschrauber und Landstreitkräfte, die die Flugzeugträgerattrappe unter anderem mit Raketen angriffen. Der Sprecher der Revolutionsgarden teilte mit, dass neue Langstreckenraketen getestet wurden.

Rebecca Rebarich, Sprecherin der fünften US-Flotte in Bahrain, nannte das Vorgehen Irans "dagegen unverantwortlich und rücksichtslos". Die US-Marine selbst nehme nur defensive Übungen vor, die Übung Irans sei aber "offensiv" gewesen und habe "einschüchtern" sollen, sagte die Marinesprecherin.

Die Attrappe sei einem Schiff der US-Nimitz-Klasse nachempfunden gewesen. In der Straße von Hormus, der Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und Iran, wird rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte verschifft. Diese seien durch die iranische Übung aber nicht gestört worden, sagte Rebarich.

Bereits am Montag gab es Diskussionen über eine mögliche iranische Provokation. Ein US-amerikanisches privates Raumfahrtunternehmen hatte die Attrappe in der Straße von Hormus auf Satellitenbildern gesichtet.

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Attacke auf Modell eines Flugzeugträgers: Irans Kriegsspiele

Foto: ©2020 Maxar Technologies/ REUTERS

Unter US-Präsident Donald Trump haben sich die Beziehungen zwischen den USA und Iran arg verschlechtert. Trump beschreibt Iran regelmäßig als Hauptquelle von Gewalt und Instabilität im Nahen Osten und verfolgt eine Politik des "maximalen Drucks" auf das Land. Zu Beginn des Jahres hatten beide Staaten am Rande eines Krieges gestanden, nachdem der iranische General Qasem Soleimani bei einem US-Angriff im Irak gezielt getötet worden war.

bah/AFP
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