Eskalation im Nahen Osten Luftfahrtbehörde verbietet US-Maschinen Flüge über Golfregion

Zuletzt flogen iranische Raketen auf Ziele im Irak – nun zieht die Flugaufsicht FAA Konsequenzen: Der Luftraum über der Krisenregion ist für US-Airlines vorerst gesperrt.
Maschine von American Airlines (Archivbild): Vorerst keine Flüge mehr über den Irak, Iran, den Persischen Golf sowie den Golf von Oman

Maschine von American Airlines (Archivbild): Vorerst keine Flüge mehr über den Irak, Iran, den Persischen Golf sowie den Golf von Oman

Foto: Boris Roessler/ picture-alliance/ dpa

Die Spannungen zwischen den USA und Iran haben in der aktuellen Krise einen neuen Höhepunkt erreicht. Das hat nun auch Auswirkungen auf den Flugverkehr. Nach den iranischen Raketenangriffen auf Militärstützpunkte im Irak hat die US-Luftfahrtaufsicht US-Passagiermaschinen den Überflug über die Region untersagt.

Zivile Flugzeuge dürften nicht mehr über den Irak, Iran, den Persischen Golf sowie den Golf von Oman fliegen, teilte die Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Es gebe ein erhöhtes Risiko, das ein Flugobjekt falsch identifiziert werde. "Die FAA wird Ereignisse im Nahen Osten weiter genau verfolgen.“

Zuvor hatte Iran nach US-Angaben zwei international genutzte Militärstützpunkte im Irak mit zahlreichen Raketen beschossen. Angaben über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor. Deutsche Soldaten, die im angegriffenen Stützpunkt im nordirakischen Erbil stationiert sind, kamen aber nicht zu Schaden, wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr sagte.

Teheran hatte nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimani durch einen US-Drohnenangriff im Irak am vergangenen Freitag Vergeltung angekündigt. Die Eskalation des Konflikts zwischen Washington und Teheran hat international Sorgen vor einer militärischen Konfrontation beider Staaten bis hin zu einem Krieg geweckt.

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Die Regierung in Teheran bezeichnete den jüngsten Angriff als "verhältnismäßigen" und rechtmäßigen "Akt der Selbstverteidigung". Außenminister Dschawad Sarif erklärte: "Wir streben nicht nach einer Eskalation oder Krieg, aber wir werden uns gegen jede Aggression verteidigen."

Offizielle Informationen über mögliche Opfer und Schäden gibt es noch nicht. "Wir arbeiten an ersten Einschätzungen der Schäden", erklärte das Pentagon. US-Präsident Donald Trump schrieb bei Twitter: "Alles ist gut." Derzeit liefen die Untersuchungen zu möglichen Schäden und Opfern, "so weit so gut". Er werde am Morgen eine Erklärung abgeben.

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jok/dpa/Reuters
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