Buschehr Iran schaltet Atomkraftwerk nach »technischem Fehler« vorerst ab

Das Atomkraftwerk Buschehr ist das einzige Irans. Einer staatlichen Behörde zufolge wurde es nun für einige Tage heruntergefahren. Stromausfälle könnten die Folge sein.
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr

Das iranische Atomkraftwerk Buschehr

Foto: ABEDIN TAHERKENAREH / dpa

Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist nach Behördenangaben wegen eines »technischen Fehlers« heruntergefahren worden. Die Anlage sei »vorübergehend abgeschaltet und vom Stromnetz genommen worden«, teilte die iranische Atomenergiebehörde auf ihrer Internetseite mit. Eine genauere Beschreibung des Problems gab es zunächst nicht.

»Wenn der technische Fehler behoben wurde, wird die Anlage natürlich wieder an das nationale Stromnetz angeschlossen«, hieß es in der kurzen Stellungnahme der Behörde weiter. Dies solle »in einigen Tagen« der Fall sein.

Bürger sollen weniger Strom verbrauchen

Ein Vertreter der iranischen Stromgesellschaft Tavanir sagte der Nachrichtenagentur AP zufolge, das Kraftwerk werde für drei bis vier Tage heruntergefahren. Es könnte daher zu Stromausfällen kommen. Es ist das erste Mal, dass Iran eine Notabschaltung des Werks meldet.

Die Stromgesellschaft hatte am Sonntag die Bürger aufgefordert, ihren Verbrauch während Spitzenzeiten zu minimieren. Als Gründe nannte sie einen »vorhergesagten Temperaturanstieg« und »Einschränkungen der Stromerzeugung wegen laufender Reparaturen im Werk Buschehr«.

Buschehr liegt im Süden Irans. Das Atomkraftwerk wurde mit russischer Hilfe erbaut und im September 2011 in Betrieb genommen. Russland nimmt auch den Atommüll wieder zurück. 2016 begannen russische und iranische Firmen mit dem Bau zweier zusätzlicher Reaktoren in Buschehr. Dies dauert voraussichtlich rund zehn Jahre.

lau/AP/Reuters/AFP
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