Gazastreifen Israel greift nach Raketenbeschuss Hamas-Stützpunkte an

Als Reaktion auf einen Beschuss aus Gaza hat die israelische Armee nach eigenen Angaben drei Stellungen der palästinensischen Hamas angegriffen. Es war die erste Attacke aus dem Gazastreifen seit über einem Monat.
Israelische Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen (Archiv)

Israelische Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen (Archiv)

Foto: Amir Levy/ Getty Images

Ein israelischer Panzer hat nach Angaben der Armee am Mittwochmorgen drei Stützpunkte der islamistischen Hamas im nördlichen Gazastreifen angegriffen. Zuvor hätten militante Palästinenser eine Rakete aus dem Küstengebiet nach Israel abgefeuert. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. Sicherheitskreise aus dem Gazastreifen bestätigten Schäden an drei Hamas-Stellungen.

Nach Angaben einer israelischen Armeesprecherin war die Rakete der Hamas in einem Feld im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Gazastreifen eingeschlagen. Bei dem Raketenangriff handelte es sich um die erste Attacke aus dem Gazastreifen auf Israel seit Ende März. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.

Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas verhandeln Medienberichten zufolge seit Längerem über einen Gefangenenaustausch. Israel bemüht sich demnach um die Freilassung von zwei israelischen Zivilisten sowie um die Übergabe der Leichen von zwei 2014 im Gaza-Krieg getöteten israelischen Soldaten. Die Hamas fordere im Gegenzug die Freilassung von mindestens Dutzenden palästinensischen Häftlingen aus israelischen Gefängnissen.

Die radikalislamische Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitserwägungen.

Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Einwohner. Zwischen Israel und militanten Palästinensern in dem Küstengebiet kommt es immer wieder zu Konfrontationen. Unterhändler Ägyptens und der Vereinten Nationen setzen sich regelmäßig für eine Beruhigung der Lage ein.

ire/afp/dpa
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