Nach Angaben des Militärs Israel hat mehrere Drohnenangriffe aus Iran verhindert

Die Gespräche über ein neues Atomabkommen mit Iran machen Fortschritte. Kritik daran kommt jedoch aus Israel: Das Militär gab nun bekannt, diverse iranische Drohnenangriffe abgewehrt zu haben.
Iranische Drohne (Foto des iranischen Verteidigungsministeriums 2013)

Iranische Drohne (Foto des iranischen Verteidigungsministeriums 2013)

Foto: AP/ Iranian Defense Ministry

Israel hat nach eigenen Angaben in den vergangenen vier Jahren mehrere Drohnenangriffe aus Iran verhindert. Beispielsweise seien im März vergangenen Jahres zwei unbemannte Fluggeräte mit Waffen auf dem Weg zu Terrororganisationen im Westjordanland und dem Gazastreifen gewesen, sagte ein führender Vertreter der Armee. Sie seien von F-35-Kampfflugzeugen noch außerhalb des israelischen Luftraums abgefangen worden. Die Drohnen seien in Iran gestartet, hieß es. Die Untersuchung der Wracks habe ergeben, dass sie dort auch hergestellt worden seien.

Weitere iranische Drohnen seien von der syrischen Seite der Golanhöhen aus gestartet, so der Militär. Alle Drohnenattacken iranischen Ursprungs, von denen die Armee wisse, seien verhindert worden. Er verwies auf weitere Drohnenangriffe, die Iran zugeschrieben werden, wie die tödliche Attacke auf einen Tanker im Persischen Golf im Juli 2021. »Das ist ein regionales Thema, es ist nicht nur eine israelische Geschichte.«

Israel gilt als schärfster Kritiker des weitgehend ausgesetzten Atomabkommens mit Iran. Diplomaten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China versuchen derzeit in Wien, eine Einigung zwischen Iran und den USA zu erreichen, um zu dem Abkommen zurückzukehren. Mit der Vereinbarung soll verhindert werden, dass das mit Israel verfeindete Iran in den Besitz von Atomwaffen kommt.

Baldige Einigung zu Atomabkommen

Seit einigen Wochen gibt es Signale, die auf eine baldige Einigung bei den in Wien stattfindenden Verhandlungen über das Atomprogramm mit Iran hindeuten. Nach eigenen Angaben hat sich Iran mit der Internationalen Atomenergiebehörde auf einen Fahrplan zur Klärung offener Fragen zu seinem Atomprogramm geeinigt. Iran habe sich bereit erklärt, der Atomenergiebehörde bis Ende Juni Dokumente zu den noch offenen Fragen zwischen Teheran und der Behörde zu übergeben, sagte der Leiter des iranischen Atomprogramms, Mohammad Eslami, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit IAEA-Chef Rafael Mariano Grossi.

Die USA hatten 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump das Atomabkommen von 2015 aufgekündigt und ihre Wirtschaftssanktionen gegen Teheran wieder in Kraft gesetzt. Danach zog sich auch Iran schrittweise aus der Vereinbarung zurück und fuhr sein Atomprogramm hoch.

svs/dpa

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