Hamas-Stellungen getroffen Israel reagiert mit Luftschlägen auf Raketenbeschuss aus Gaza

Während Premier Netanyahu sich in Washington mit Vertretern arabischer Länder traf, wurden aus dem Gazastreifen Raketen auf Israel abgefeuert. Das israelische Militär antwortete mit Angriffen auf Stellungen der Hamas.
Explosion im südlichen Gazastreifen nach dem israelischen Luftschlag

Explosion im südlichen Gazastreifen nach dem israelischen Luftschlag

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IBRAHEEM ABU MUSTAFA / REUTERS

Nach Raketenangriffen militanter Palästinenser hat Israels Luftwaffe am frühen Mittwoch Ziele der im Gazastreifen herrschenden Hamas bombardiert. "Es wurden rund zehn Terrorziele getroffen, darunter eine Waffen- und Sprengstoffwerkstatt sowie eine Militäranlage, die von der Hamas-Terrororganisation für Trainingszwecke sowie Raketenübungen verwendet wird", hieß es in einer Mitteilung der Armee.

Insgesamt seien aus dem Gazastreifen 13 Raketen auf Israel abgefeuert worden. Acht davon seien von der Raketenabwehr abgefangen worden. Die Raketenangriffe hatten am Dienstagabend begonnen, dabei wurden in der Stadt Aschdod zwei Menschen verletzt. Erst vor zwei Wochen hatte die islamistische Palästinenserorganisation Hamas nach Vermittlung Katars eine Waffenruhe mit Israel verkündet.

Aschdod in Israel: Ein Mitglied der israelischen Sicherheitskräfte inspiziert Überreste einer Rakete, die aus dem Gazastreifen abgefeuert wurde

Aschdod in Israel: Ein Mitglied der israelischen Sicherheitskräfte inspiziert Überreste einer Rakete, die aus dem Gazastreifen abgefeuert wurde

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JACK GUEZ / AFP

Der neue Raketenalarm wurde zeitgleich zum Ende der Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu vor dem Weißen Haus in Washington ausgelöst. Er nahm dort an einer Feier teil, auf der die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sowie Bahrain besiegelt wurde. Im Westjordanland und im Gazastreifen hatten zuvor Hunderte Menschen gegen die Annäherung der Länder an Israel demonstriert.

Die arabischen Staaten verfolgten bislang den Ansatz, die Lösung des Konflikts mit den Palästinensern zur Bedingung für eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel zu machen. Dieser Fokus hat sich bei einigen arabischen Staaten vor allem in der Golfregion verschoben, die sich verstärkt durch Iran bedroht sehen. Die Palästinenser wiederum fühlen sich durch das Vorgehen der VAE und Bahrains verraten.

Hamas-Führer Ismail Radwan sprach am Dienstag von einem "schwarzen Tag in der Geschichte der Emirate und Bahrains, die unter US-Schirmherrschaft ein schändliches Abkommen mit der Besatzungsmacht unterzeichnet haben".

Netanyahu sagte am Mittwoch, die Verantwortlichen für die nächtlichen Raketenangriffe aus dem Gazastreifen wollten damit einen Frieden mit den Golfstaaten verhindern. Er sei "nicht überrascht, dass palästinensische Terroristen genau in dem Moment dieser historischen Zeremonie auf Israel geschossen haben", sagte der israelische Premier. "Sie wollen den Frieden verhindern, aber sie werden das nicht schaffen."

mes/dpa/AFP