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Klimaaktivistin Greta Thunberg provoziert erneut mit Pro-Palästina-Protest

Der Nahostkonflikt spaltet die Klimabewegung Fridays for Future. Greta Thunberg sorgt mit ihren Solidaritätsaufrufen für Palästina und Gaza für Kritik – nun hat sie sich erneut positioniert.
Greta Thunberg

Greta Thunberg

Foto: Lucy North / dpa

Greta Thunberg steht in der Kritik, die Verbrechen der Hamas zu relativieren. Beirren lässt sich die Aktivistin davon nicht. Bei ihrem Klimastreik an diesem Freitag stellt sich Thunberg erneut auf die Seite der Palästinenser.

Auf X, vormals Twitter, veröffentlichte sie ein Foto, auf dem sie gemeinsam mit einer Gruppe Protestierender zu sehen ist. Zu sehen ist etwa ein Plakat mit der Aufschrift »Stopp the Genocide« oder »Free Palestine«. Thunberg selbst fordert auf ihrem Plakat Gerechtigkeit für Palästina.

Mit ihren Solidaritätsaufrufen für Palästina und Gaza sorgt Thunberg seit Tagen für Kritik. Bereits vergangenen Freitag hatte sie sich auf Instagram mit einem »Free Palestine«-Plakat gezeigt und ihren Klimaprotest in einen Pro-Palästina-Protest umgewidmet. Fridays for Future Deutschland konterte auf X: »Das Existenzrecht Israels ist nicht verhandelbar. Humanitäres Völkerrecht gilt für alle. Menschenrechte gelten für alle.«

Auch israelische Umweltschützer attackierten Thunberg in den vergangenen Tagen scharf. Sie seien »zutiefst verletzt, schockiert und enttäuscht« über Tweets und Posts der schwedischen Klimaaktivistin zum Thema Gaza, die »erschreckend einseitig, schlecht informiert und oberflächlich« seien, hieß es in einem offenen Brief.

Der Nahostkonflikt spaltet die Klimabewegung. Auf dem internationalen Instagram-Account von Fridays for Future warf die Bewegung der israelischen Regierung einen »Genozid« an der palästinensischen Bevölkerung vor.

Deutsche Sektion distanziert sich

In dem Post behauptete die Bewegung, Israel habe angeblich ein »Apartheid-System« gegenüber den Palästinensern errichtet. Israel habe palästinensisches Land gestohlen und »ethnische Säuberungen« an Palästinensern betrieben. Die Geschichte der »Unterdrückung von Palästina« sei vielschichtig, aber nicht »kompliziert«. »Es gibt keine zwei Seiten. Der eine ist der Unterdrücker, der andere der Unterdrückte«, heißt es in dem mehrteiligen Post weiter. Die Klimabewegung kommt zum Schluss: »Dies ist kein Konflikt. Dies ist ein Genozid.«

Die deutsche Sektion von Fridays for Future distanzierte sich nur kurze Zeit nach Erscheinen des Aufrufs. »Nein, der internationale Account spricht – wie zuvor betont – nicht für uns«, schreibt die Bewegung auf dem Kurznachrichtendienst X. »Nein, der Post ist nicht mit uns abgestimmt. Nein, wir stimmen nicht mit den Inhalten überein.«

asc/dpa