Tochter des US-Präsidenten Ivanka Trump lobt Frauenrechte in Saudi-Arabien

Lobende Worte zu Frauenrechten in Saudi-Arabien und den Emiraten: Ivanka Trump hatte viel Positives über die US-Verbündeten im Nahen Osten zu sagen. Noch besser gehe es Frauen allerdings in den USA.
Ivanka Trump in Dubai: "Amerikanische Frauen führen in allen Bereichen der Gesellschaft"

Ivanka Trump in Dubai: "Amerikanische Frauen führen in allen Bereichen der Gesellschaft"

Foto: Kamran Jebreili/ AP

Ivanka Trump, Tochter des US-Präsidenten, lobte auf einer Tagung für Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte in Dubai die "bedeutsamen Reformen" bei Frauenrechten im Nahen Osten. In diesem Zusammenhang nannte sie vor allem verbündete Staaten der USA wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

In ihrer Rede auf dem Global Women's Forum gratulierte Trump etwa Saudi-Arabien für jüngste Gesetzesänderungen, die es Frauen erlauben, allein ins Ausland zu reisen, ohne Erlaubnis eines männlichen Verwandten einen Pass zu beantragen und selbst Auto zu fahren. Die Reformen waren Teil einer Initiative zur Stärkung der saudi-arabischen Wirtschaft. Sie sollten ausländische Investitionen vereinfachen und internationaler Kritik an schwachen Frauenrechten entgegenwirken. "Wir wissen, dass, wenn Frauen frei sind, ihren Weg zu gehen, Familien gedeihen, die Gesellschaft floriert und Staaten stärker werden", sagte Trump.

Sie wies außerdem auf positive Veränderungen in anderen Staaten wie Bahrain, Jordanien, Marokko und Tunesien hin. Weitere Verbesserungen seien allerdings noch nötig, sagte sie - im Schnitt hätten Frauen im Nahen Osten nur "halb so viele Rechte" wie Männer. In den Vereinigten Arabischen Emiraten seien zwar 70 Prozent der Universitätsabsolventen weiblich, allerdings gingen nur 10 Prozent des Nationaleinkommens auf erwerbstätige Frauen zurück.

Die Konferenz, auf der Trump als eine der Hauptrednerinnen sprach, war prominent besetzt. Im Publikum ihrer Rede waren unter anderem der Herrscher von Dubai, Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, der gleichzeitig Vizepräsident, Premierminister und Verteidigungsminister der Vereinigten Arabischen Emirate ist, Weltbank-Präsident David Malpass und die Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgieva. Die britische Ex-Premierministerin Theresa May trat ebenfalls als Rednerin auf.

"Die Macht des Einflusses"

Trump nutzte das Forum auch, um die Lage in Nahost mit der in den USA zu vergleichen - und ihre Heimat als gutes Vorbild zu loben. "Heutzutage führen amerikanische Frauen in allen Bereichen der Gesellschaft. Im vergangenen Jahr waren in den USA mehr Frauen als Männer erwerbstätig. Sie besetzten 70 Prozent aller neuen Stellen", sagte sie in ihrer Rede. Nicht zu sprechen kam Trump hingegen auf die legislativen Hürden, die einem gleichberechtigten Arbeitsverhältnis von Frauen und Männern in den USA im Weg stehen - und die sie und ihr Vater eher unterstützen. Nur in wenigen US-Staaten ist etwa eine bezahlte Elternzeit möglich.

Das Thema der Konferenz war "Die Macht des Einflusses" - ein passendes Thema für Trump. Ihr wurde durch die Präsidentschaft ihres Vaters eine formelle Rolle im Beraterstab des Weißen Hauses zuteil. Ihr Ehemann Jared Kushner wurde als Regierungsberater für Nahostpolitik eingesetzt.

ire/AP