Während Nixon-Präsidentschaft Jackie Kennedy Onassis besuchte das Weiße Haus nach der Ermordung ihres Mannes heimlich

1971 wurden die Porträts von John F. Kennedy und seiner Frau im Weißen Haus enthüllt. Bei der offiziellen Zeremonie wollte Jackie Kennedy Onassis nicht dabei sein – aber sie besuchte das Weiße Haus trotzdem.
Jackie und John F. Kennedy

Jackie und John F. Kennedy

Foto:

Fednews/ dpa

Acht Jahre nach dem Tod ihres früheren Mannes John F. Kennedy kehrte Jacqueline Kennedy Onassis 1971 für einen geheimen Besuch ins Weiße Haus zurück. Sie hatte die damalige First Lady Pat Nixon darum gebeten. Nixon hatte Kennedy Onassis zuvor eingeladen, um der Enthüllung der offiziellen Porträts der Kennedys beizuwohnen. Das hatte Kennedy Onassis, die den griechischen Großreeder Aristoteles Onassis 1968 geheiratet hatte, abgelehnt.

In einem Brief schrieb sie, der Gedanke an eine Rückkehr ins Weiße Haus sei »schwierig« für sie. »Ich habe nicht den Mut, an einer offiziellen Veranstaltung teilzunehmen und die Kinder in das einzige Zuhause zurückzubringen, das sie beide mit ihrem Vater kannten, unter solch traumatischen Bedingungen – mit der Presse und allem. Dinge, die ich versuche, in ihren jungen Leben zu verhindern; weiß ich doch, dass die Erfahrung für sie schwer wäre und nicht die Erinnerungen bringen würde, die ich ihnen gern vom Weißen Haus geben würde.«

Dieser Brief und andere sind Teil einer Ausstellung in den präsidialen Bibliotheken von Kennedy und Nixon. Kennedy Onassis fragte, ob vielleicht ein alternativer Termin möglich sei. Nixon lud sie daraufhin ein, und sie besuchte mit ihren Kindern Caroline Kennedy, damals 13, und John F. Kennedy Jr., damals 10 Jahre alt, das Weiße Haus. Die Kinder trafen laut »Washington Post« den Präsidenten, Richard Nixon, und dessen Hunde. Pat Nixon habe sichergestellt, dass Kennedy Onassis und ihre Kinder nicht fotografiert würden.

In einem Brief nach ihrem Besuch schrieb die frühere First Lady, sie habe nie eine »solche Großherzigkeit und solche Zärtlichkeit« gesehen. Es sei ein Geschenk, »zum Weißen Haus privat mit meinen Kindern zurückkehren zu können, in einem Moment, in dem sie jung genug sind, um ihre Kindheit wiederzuentdecken«, schrieb sie. Sie habe das Weiße Haus noch nie so schön gesehen. »Ich danke Euch aus ganzem Herzen. Ein Tag, vor dem mir immer graute, wurde zu einem der kostbarsten, die ich mit meinen Kindern verbracht habe«, schrieb sie, »Gottes Segen, in großer Dankbarkeit, Jackie.«

Fotostrecke

Private Briefe von Jackie Kennedy: Gefühlswelt einer First Lady

Foto: Sheppards Irish Auction House/ Getty Images

John F. Kennedy wurde 1963 von Lee Harvey Oswald in Dallas erschossen, die First Lady saß neben ihm im Auto. Um seinen Tod ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. John und Jackie Kennedy gelten – mit den Obamas – als besonders glamouröses Präsidentenpaar.

höh
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.