Jahresansprache von Donald Trump »Niemand kann mit uns mithalten«

Donald Trump blickt kurz vor dem Ende seiner Amtszeit als US-Präsident noch einmal auf das abgelaufene Jahr zurück. In einer Videobotschaft lobte er vor allem sich selbst. Das dramatische Ausmaß der Pandemie erwähnte er nicht.
Donald Trump (r.) reiste mit seiner Frau Melania überraschend aus Florida ab

Donald Trump (r.) reiste mit seiner Frau Melania überraschend aus Florida ab 

Foto: Evan Vucci / AP

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump richtet sich vor dem Jahreswechsel noch einmal an die Bevölkerung. Dabei pries er vor allem die Errungenschaften des Landes unter seiner Führung an. Es seien »wahrhaftig historische Siege« errungen worden, und die USA müssten in Erinnerung bleiben für das, was sie geschafft hätten, sagte Trump in einer veröffentlichten Videobotschaft. Er lobte insbesondere die rasche Herstellung von Impfstoffen gegen das Coronavirus und dankte in dem Zusammenhang Wissenschaftlern, Ärzten und Militärangehörigen. Die Impfungen würden die Pandemie ein für alle Mal beenden, sagte Trump.

Der Präsident fuhr fort, dass das Land die Pandemie wirtschaftlich »dramatisch besser« verkraftet habe als Experten vorhergesagt hätten. »Niemand kann mit uns mithalten«, was den weniger schlimmen Abschwung und den raschen Aufschwung angehe, behauptete Trump. »Wann immer Amerika herausgefordert wird, sind wir der Situation stets gewachsen.«

Seit Beginn der globalen Corona-Pandemie wurden in den USA annähernd 20 Millionen Infektionen mit dem Sars-CoV-2 nachgewiesen, mehr als 340.000 Todesfälle stehen im Zusammenhang mit dem Virus.

In seiner Rede sprach Trump nicht über das dramatische Ausmaß der Pandemie, die auch weiterhin der US-Wirtschaft schwer zu schaffen macht. Innerhalb einer Woche stellten erneut Hunderttausende Amerikaner Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe, insgesamt beziehen in den USA nach jüngsten Zahlen rund 19,6 Millionen Menschen eine Form der Arbeitslosenhilfe. Ein Jahr zuvor waren es lediglich rund 1,8 Millionen.

Auch die Präsidentenwahl erwähnte Trump in seiner Botschaft nicht. Er war daraus als Verlierer hervorgegangen, erkennt den Sieg seines demokratischen Herausforderers Joe Biden aber nicht an. Trump sieht sich um den Sieg betrogen, wofür er allerdings keine Beweise vorgelegt hat. Bidens Amtseinführung ist für den 20. Januar geplant.

mjm/dpa
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