Gewalt in Israel Tausende protestieren vor Netanyahus Amtssitz, Rechte verletzen Polizisten

Wütende Israelis haben in Jerusalem gegen Ministerpräsident Netanyahu demonstriert. Zudem sind Rechte mit der Polizei aneinandergeraten – dabei ging es um den Tod eines 16-jährigen Siedlers.
Polizisten nehmen eine Person fest, der gegen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu protestiert

Polizisten nehmen eine Person fest, der gegen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu protestiert

Foto: Abir Sultan / EPA-EFE / Shutterstock

Bei Protesten in Israel gegen Regierungschef Benjamin Netanyahu sind am Samstagabend mehrere Menschen festgenommen worden. Nach Medienberichten hatten sich Tausende Demonstranten vor der offiziellen Residenz Netanyahus in Jerusalem versammelt.

Auch aus anderen Städten wurden Protestaktionen gegen Netanyahu gemeldet. Mancherorts sei es zu Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Unterstützern des Regierungschefs gekommen.

Gegen Netanyahu läuft ein Korruptionsprozess. Seit Monaten gibt es landesweit immer wieder wütende Proteste gegen ihn auf der Straße. Seine Gegner werfen ihm auch schlechtes Management der Coronakrise vor.

Siedler stirbt auf der Flucht vor Sicherheitskräften

Am Abend stießen in Jerusalem zudem Polizei und mehrere Hundert rechte Demonstranten zusammen. Sie waren nach dem tödlichen Unfall eines jungen Siedlers vor das Polizeihauptquartier gezogen.

Der 16-Jährige war auf der Flucht vor Sicherheitskräften gestorben. Er habe zuvor Steine auf Palästinenser geworfen, berichtete unter anderem die »Times of Israel«. Bei den Zusammenstößen seien elf Beamte verletzt worden, twitterte die Polizei. Elf Demonstranten wurden demnach festgenommen.

nis/dpa
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