»Latinos sind so einzigartig wie Tacos« Jill Biden bittet um Entschuldigung für missglückten Vergleich

Die First Lady der USA wollte den Latinos ein Kompliment machen – und verglich sie mit Frühstücks-Tortillas. Nach einem Aufschrei aus der Community gibt sich Jill Biden nun reumütig.
First Lady Jill Biden bei einer Rede am 4. Juli

First Lady Jill Biden bei einer Rede am 4. Juli

Foto: Chris Kleponis / POOL / EPA

Jill Biden hat für ihre Aussage um Verzeihung gebeten, Latinos seien »genauso einzigartig« wie Frühstücks-Tacos aus San Antonio. Den Vergleich hatte sie bei einer Rede vor der größten hispanischen Bürgerrechtsorganisation der USA getätigt. »Die First Lady entschuldigt sich, dass ihre Worte alles andere als reine Bewunderung und Liebe für die Latino-Community transportiert haben«, schrieb Biden-Sprecher Michael LaRosa auf Twitter .

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Am Montag war die First Lady in San Antonio bei der jährlichen Konferenz von UnidosUS aufgetreten, einer Latino-Bürgerrechtsorganisation, früher bekannt als »National Council of La Raza«. Ihr Versuch, der Vielfalt von Latinos ein Kompliment zu machen, missglückte ihr jedoch: Sie sagte, die Community sei »so unterschiedlich wie die Bodegas der Bronx, so schön wie die Blüten von Miami und so einzigartig wie die Frühstücks-Tacos hier in San Antonio«. Sie scheiterte auch an der korrekten Aussprache des Worts »Bodegas«, das sind kleine Läden in Ballungsgebieten, die üblicherweise hispanische Lebensmittel anbieten.

In den sozialen Medien erntete Jill Biden Widerspruch, die Vereinigung hispanischer Journalisten etwa empörte sich auf Twitter : »Wir sind nicht Tacos«, heißt es dort, und weiter: »Der Versuch, Frühstücks-Tacos als Symbol für die Einzigartigkeit von Latinos in San Antonio zu benutzen, zeigt einen Mangel an kulturellem Wissen und Sensibilität gegenüber der Vielfalt der Latinos in der Region.« Man wolle sich nicht auf Stereotype reduzieren lassen. Die First Lady und ihre Redenschreiber mögen sich in Zukunft »Zeit nehmen, die Komplexitäten unserer Leute und Communitys besser zu verstehen«.

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In der Vorwoche hatte Präsident Joe Biden dem langjährigen Vorsitzenden von UnidosUS, Raul Yzaguirre, die Presidential Medal of Freedom verliehen, die höchste zivile Auszeichnung der USA.

mgo/AP
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