Joe Biden zur künftigen US-Außenpolitik »Amerika ist bereit, die Welt anzuführen«

Der designierte US-Präsident Joe Biden hat seine Regierungsmannschaft offiziell vorgestellt – und dabei globalen Führungsanspruch geltend gemacht: »Amerika ist zurück.«
Joe Biden am 24. November in Wilmington

Joe Biden am 24. November in Wilmington

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Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat den Führungsanspruch der USA in der Welt betont. In seiner Heimatstadt Wilmington stellte er seine Kandidaten für außen- und sicherheitspolitische Schlüsselposten in der künftigen Regierung vor. Er sagte: »Es ist ein Team, das die Tatsache spiegelt, dass Amerika zurück ist, bereit, die Welt anzuführen, statt sich aus ihr zurückzuziehen.«

Eine klare Absage an den bisherigen Kurs der USA unter der Regierung des Republikaners Donald Trump. Mit seiner künftigen Regierungsmannschaft sei Amerika »bereit, unseren Gegnern entgegenzutreten, statt unsere Verbündeten zurückzuweisen, bereit, für unsere Werte einzutreten«, so Biden weiter.

Bidens langjähriger Berater Antony Blinken  ist als US-Außenminister nominiert, Alejandro Mayorkas, der auf Kuba zur Welt kam, als Heimatschutzminister. Thomas-Greenfield soll die USA als Botschafterin bei der Uno in New York vertreten. Der frühere Außenminister John Kerry wurde von Biden zum Sonderbeauftragten für Klimafragen berufen. Jake Sullivan soll sein Nationaler Sicherheitsberater sein.

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So soll Joe Bidens Regierung aussehen

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Außerdem begrüßte Biden, dass der Übergangsprozess vor dem Regierungswechsel nach einer wochenlangen Blockade nun offiziell beginnen kann. Eine entsprechende Entscheidung der zuständigen Behörde GSA hatte dies zuvor bestätigt. »Ich freue mich, von der GSA die Zusicherung erhalten zu haben, einen reibungslosen und friedlichen Machtwechsel durchzuführen«, sagte Biden. Seine Mitarbeiter könnten sich nun auf die bevorstehenden Herausforderungen wie die Corona-Pandemie vorbereiten.

Biden will Politik Trumps schnellstmöglich umkehren

Biden will gleich vom ersten Tag an die Politik von Donald Trump umkehren. Vor allem will er in wichtige internationale Abkommen wie das Klimaabkommen von Paris zurück, was Biden nach der für den 20. Januar geplanten Amtseinführung per Erlass einleiten kann.

bah/dpa
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