Zeitungstitel zur US-Wahl "Eine neue Hoffnung"

Pathetische Schlagzeilen, hier und da ein kleiner Witz: Medien aus aller Welt beschäftigen sich mit der US-Wahl, mit Joe Biden und Donald Trump. Ein Blatt widmet sich auf seiner Titelseite jedoch einer anderen Person.
US-Zeitungen vor einem Kiosk in New York

US-Zeitungen vor einem Kiosk in New York

Foto: mpi43 / MediaPunch / imago images

Der irische "Mirror" frotzelt: "Donald dumped", Donald entsorgt. Die arabische Tageszeitung "Al-Shorouk" vermeldet zum Bild eines jubelnden Bidens schlicht: "Amerikas Präsident". Und die französische Zeitung "Libération" druckt auf die großen weißen und roten Streifen der US-Flagge die Schlagzeile: "Die Hoffnung auf Amerika".

Nach einer sich über Tage schleppenden Auszählung war der 77-jährige Joe Biden am Samstag von US-Medien zum Sieger der US-Präsidentschaftswahl erklärt worden. Auf die Wahl haben Medien aus aller Welt sehr unterschiedlich reagiert: manche mit Pathos, manche ganz nüchtern, sehr viele mit Hoffnung und manche mit Häme gegen den Verlierer Donald Trump. Der Überblick.

"AMERICA. GREAT AGAIN"

Die großen US-Zeitungen überbrachten die Meldung meist nüchtern und deutlich. Die "New York Times" entschied sich für "Biden schlägt Trump"...

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... und die "Washington Post" titelte: "Biden besiegt Trump".

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Der "Sunday Star" aus Kanada hob hingegen mehr Pathos auf die Titelseite. Nach vier Jahren muss Trump gehen, nach fünf Tagen ist endlich ausgezählt, nach 200 Jahren erhalten die USA zum ersten Mal eine Frau zur Vize: das alles sei "eine neue Hoffnung".

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Das konservative "Svenska Dagbladet" aus Schweden schrieb schlicht "Joe Biden gewinnt" – und warnte vor einem weiterhin gespaltenen Amerika: "Die Wahl ist vorbei, der Konflikt bleibt".

Der amtierende Trump wird noch bis 20. Januar weiterregieren. Er stemmt sich derzeit mit allen Mitteln gegen seine Abwahl und wirft den Demokraten Wahlbetrug vor – ohne dafür stichhaltige Beweise vorzulegen. Mithilfe seiner Anwälte hofft Trump, seine Niederlage noch abzuwenden. Die Erfolgsaussichten gelten aber als extrem gering.

Von den Manövern völlig unbeeindruckt erklärt die dänische Tageszeitung "Politiken" Biden schlicht und einfach zum: "Gewinner".

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Die britische "Sunday Times" schrieb unter dem Foto einer jubelnden Anhängerin: "Der schläfrige Joe weckt Amerika auf".

Und der "Observer" machte die US-Wahl zu einer Art (Wieder)-Geburt. "Es ist Joe", titelte die Zeitung.

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Die australische "Sunday Times" kehrte für ihren Titel den Wahlslogan von Trump um. Aus "Make America Great Again" wurde "Amerika. Great Again" – die USA, nun wieder großartig.

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In Brasilien schrieb "Folha de São Paulo", die Niederlage Trumps sei auch "eine Lehrstunde für Bolsonaro". Der populistische Präsident ist wie Trump für Attacken gegen Minderheiten bekannt.

Der "Correiro" aus Brasilien zeigte in seiner Sonntagsausgabe noch eine Karikatur, in der Biden Trump hinterherruft: "You're fired". Die Montagsausgabe ist dann ganz Kamala Harris gewidmet.

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Trotz des Streits um das endgültige Wahlergebnis gratulierten viele Staats- und Regierungschefs Biden bereits, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und einer der bislang engsten Verbündeten Trumps, Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu.

Russlands Staatschef Wladimir Putin hingegen ließ am Montag über einen Kremlsprecher mitteilen, er wolle das offizielle Wahlergebnis abwarten, bevor er Biden gratuliere. Auch die chinesische Regierung will den Wahlsieg noch nicht anerkennen.

mrc
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