Kampf ums Weiße Haus Biden hofft, am Samstag seinen Wahlsieg zu verkünden

"Wir werden dieses Rennen gewinnen": Trump-Herausforderer Joe Biden hat sich In einer kurzen öffentlichen Rede siegessicher gezeigt. Er bat die Amerikaner um Geduld mit dem Auszählungsprozess und betonte, er werde als Präsident auch diejenigen vertreten, die nicht für ihn stimmten.
Joe Biden

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KEVIN LAMARQUE / REUTERS

Im US-Präsidentschaftswahlkampf hat sich Herausforderer Joe Biden erneut an die Öffentlichkeit gewandt. In einer Rede in Wilmington im Bundesstaat Delaware sagte Biden, dass er das Rennen gegen Präsident Donald Trump gewinnen werde.

Noch werde er aber nicht den Sieg erklären, sagte Biden. Aber er hoffe, am Samstag erneut zu den Amerikanern sprechen zu können. "Wir werden dieses Rennen mit einer klaren Mehrheit und der Nation hinter uns gewinnen", so Biden. Er betonte zugleich, es sei noch kein Gewinner ausgerufen worden.

Biden liegt in den kritischen Staaten vorn. In Nevada, Pennsylvania und Arizona hat er sogar einen großen Vorsprung vor Trump. Schon ein Sieg in Pennsylvania würde die erforderliche Anzahl von 270 Stimmen im Wahlleute-Gremium bringen. Unklar ist jedoch, wann mit einem Endergebnis zu rechnen ist. Briefwahlen verzögern die Auszählungen im ganzen Land.

Mehr Stimmen als jemals zuvor

Er werde die Wahl in Pennsylvania, Georgia und Arizona gewinnen und sei auf dem Weg, mehr als 300 Wahlleute zugesprochen zu bekommen, sagte Biden. Zusammen mit seiner Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris habe er bislang mehr als 74 Millionen Stimmen bekommen – das sind mehr Einzelstimmen, als jemals zuvor in der Geschichte des Landes für einen Bewerber abgegeben wurden.

Biden kündigte an, ab seinem ersten Amtstag einen Plan zur Kontrolle der Coronakrise umsetzen zu wollen. "Wir können in den kommenden Monaten viele Leben retten", sagte er.

Im Fall eines Sieges werde er der Präsident aller Amerikaner sein, sagte Biden. Auch derjenigen, die bei der Wahl nicht für ihn gestimmt hätten. "Wir mögen Gegner sein, aber wir sind keine Feinde", sagte er. "Ich war noch nie so optimistisch über die Zukunft dieser Nation."

hba/Reuters/dpa
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