Klimaschutz im Wahlprogramm Biden will Billionen in Energiewende investieren

Präsidentschaftsbewerber Joe Biden legt seine politische Agenda vor: Er verspricht Billionen-Ausgaben für den Kampf gegen die Klimakrise. Diese sei "eine existenzielle Bedrohung".
Demokrat Joe Biden: "Kein folgenreicheres" Problem als den Klimawandel

Demokrat Joe Biden: "Kein folgenreicheres" Problem als den Klimawandel

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Kevin Lamarque/ REUTERS

Vier Monate vor der US-Präsidentschaftswahl hat der demokratische Herausforderer Joe Biden ein politisches Mammutprogramm gegen den Klimawandel vorgelegt. Insgesamt wolle er zwei Billionen Dollar, umgerechnet 1,75 Billionen Euro, in den Umbau der US-Energieversorgung investieren, sagte Biden am Dienstag. Es gebe heute "kein folgenreicheres" Problem als den Klimawandel.

Biden kündigte an, den Energiesektor klimafreundlich umzugestalten, werde der "größte Auslöser" für die Schaffung von Jobs und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der USA "im 21. Jahrhundert" werden. Im Falle eines Wahlsieges wolle er damit den Weg ebnen, dass der US-Energiesektor bis zum Jahr 2035 keine Kohlendioxidbelastung des Klimas mehr verursache.

USA blieben bei Wahlsieg Bidens Klimaschutzabkommen treu

Vier Millionen Gebäude im ganzen Land sollen demnach energetisch saniert werden, weitere Jobs solle ein Ausbau der Elektromobilität bringen. Bei einem Auftritt in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware sagte Biden, werde die Klimakrise nicht eingedämmt, "ist sie buchstäblich eine existenzielle Bedrohung für die Gesundheit unseres Planeten und für unser Überleben".

Dort sagte er auch erneut, die USA blieben im Falle seines Wahlsiegs dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 treu. Mit seinen Ankündigungen setzte sich der designierte Präsidentschaftskandidat der oppositionellen Demokraten scharf von Amtsinhaber Donald Trump ab. Dieser hat dem Pariser Abkommen den Rücken gekehrt und Umweltschutzregularien aufweichen lassen.

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Trump entgegnete, Bidens Klimaprogramm würde "die US-Wirtschaft vernichten". Der Demokrat habe einen "scharf linksgerichteten Kreuzzug gegen amerikanische Energie" gestartet, sagte der Präsident, der auf die fossilen Energieträger setzt. Bidens Umweltpolitik werde "das Land zerstören" und die Wettbewerbsfähigkeit der USA untergraben. Biden wolle eine Rückkehr zum "unfairen, einseitigen" Pariser Klimaabkommen, sagte Trump.

Die Präsidentschaftswahlen finden am 3. November statt. Biden steht als Herausforderer Trumps de facto fest, wenn auch seine formelle Nominierung durch einen Parteitag der Demokraten noch aussteht. In den Vorwahlen der Partei hatte sich der frühere Stellvertreter von Ex-Präsident Barack Obama klar durchgesetzt.

In der vergangenen Woche hatte Biden bereits ein 700 Milliarden Dollar schweres Konjunkturpaket vorgestellt, mit dem die von der Corona-Pandemie schwer getroffene US-Wirtschaft angekurbelt werden soll.

mst/dpa
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