Corona beim US-Präsidenten Joe Biden ist immer noch heiser – aber auf dem Weg der Besserung

Husten und Gliederschmerzen lassen nach, nur die Stimme bleibt kratzig: Joe Biden kommt laut seinem Leibarzt gut durch seine Covid-Erkrankung. Vorerst nimmt der US-Präsident aber weiter Medikamente.
Joe Biden mit Maske (am 22. Juli)

Joe Biden mit Maske (am 22. Juli)

Foto: White Hosue / ZUMA Press / IMAGO

Mit seinen 79 Jahren fällt Joe Biden in die Risikogruppe, bei der eine Coronainfektion ernsthafte Folgen nach sich ziehen kann. Allerdings haben sich die Symptome des US-Präsidenten nach seiner Ansteckung in der vergangenen Woche nach Angaben des Arztes weiter »deutlich« gebessert.

Der Politiker leide primär noch unter Halsschmerzen, hieß es in einem Schreiben von Präsidentenarzt Kevin O'Connor vom Sonntag, das das Weiße Haus veröffentlichte. Die anderen Symptome – laufende Nase, Husten und Gliederschmerzen – seien klar zurückgegangen. Er sei weiterhin heiser. Die Behandlung mit dem Covid-19-Medikament Paxlovid werde fortgesetzt.

O'Connor hatte am Samstag mitgeteilt, nach der sequenzierten Analyse habe sich Biden vermutlich mit der Omikron-Untervariante BA.5 infiziert, die derzeit für 75 bis 80 Prozent aller Infektionen in den USA verantwortlich sei. Das Weiße Haus hatte am Donnerstag verkündet, dass sich Biden mit dem Coronavirus infiziert habe, seine Amtsgeschäfte aber aus der Isolation heraus weiterführe.

Biden hatte sich am Freitag bei einem virtuellen Treffen mit seinem Wirtschaftsteam, bei dem er aus seinem Wohntrakt im Weißen Haus zugeschaltet war, mit heiserer Stimme zu Wort gemeldet. »Ich fühle mich viel besser, als ich klinge«, sagte er.

Präsident fordert zur Impfung auf

17 Kontaktpersonen seien nach Bekanntwerden der Infektion identifiziert und informiert worden, erklärte eine Sprecherin am Freitag. Biden lasse ausrichten, dass er weiterhin acht Stunden oder länger am Tag arbeite. Er wolle die Amerikaner auch daran erinnern, die Pandemie weiterhin ernst zu nehmen und sich impfen zu lassen. Biden selbst ist mehrfach gegen Covid-19 geimpft. Seine letzte Boosterimpfung erhielt der Präsident Berichten zufolge Ende März.

Der Staatschef war von einer Ansteckung mit dem Virus bislang verschont geblieben, obwohl sich zuletzt bereits mehrere seiner Regierungsmitglieder mit Corona angesteckt hatten. So wurden etwa nach einer Abendveranstaltung Anfang April mehr als 60 Teilnehmer positiv auf das Virus getestet, wie US-Medien damals unter Berufung auf die Veranstalter berichteten.

Darunter waren Justizminister Merrick Garland, Handelsministerin Gina Raimondo, mehrere Kongressabgeordnete sowie der Kommunikationsdirektor von Vizepräsidentin Kamala Harris und andere Mitarbeiter des Weißen Hauses.

jok/dpa
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