Privatflugzeug in gesperrtem Luftraum Joe Biden aus Ferienhaus evakuiert

US-Präsident Joe Biden und seine Frau Jill mussten am Samstag kurzzeitig ihr Urlaubsdomizil verlassen. Schuld daran war ein Pilot, der seine Route offenbar nicht gut genug geplant hatte.
Joe Biden: Der US-Präsident ist gerade zu Besuch in Rehoboth Beach, Delaware

Joe Biden: Der US-Präsident ist gerade zu Besuch in Rehoboth Beach, Delaware

Foto: Patrick Semansky / AP

Ein kleines Privatflugzeug ist am Samstag in den gesperrten Luftraum in der Nähe des Ferienhauses von Joe Biden im Bundesstaat Delaware eingedrungen. Der amerikanische Präsident und die First Lady Jill Biden seien zum Zeitpunkt des Vorfalls vorsichtshalber aus dem Haus evakuiert worden, teilten das Weiße Haus und der Secret Service mit. Ein Reporter von CBS News berichtete auf Twitter, er habe Joe Biden auf dem Weg zu einer Feuerwache im Rehoboth Beach gesehen.

Man habe Vorsichtsmaßnahmen getroffen, heißt es vom Weißen Haus, laut dessen Angaben keine Gefahr für Biden oder seine Familie bestand. Nachdem eine Einschätzung der Lage vorgelegen habe, seien Biden und seine Frau zeitnah in das Haus in Rehoboth Beach zurückgekehrt.

Der Secret Service teilte in einer Erklärung mit, das Flugzeug sei sofort aus dem gesperrten Luftraum eskortiert worden, nachdem es »irrtümlich in einen gesicherten Bereich eingedrungen war«. Die Behörde kündigte eine Befragung des Piloten an, der laut einer vorläufigen Untersuchung sich weder an zuvor veröffentlichte Flugbeschränkungen hielt noch den richtigen Funkkanal nutzte.

Nicht der erste Vorfall dieser Art

Wie bei Reisen von Präsidenten außerhalb Washingtons üblich hatte die Federal Aviation Administration vor Bidens Besuch in der Strandstadt bestimmte Regeln aufgestellt. Zu den Beschränkungen zum Schutz des Präsidenten gehört eine Flugverbotszone mit einem Radius von zehn Meilen sowie eine Sperrzone mit einem Radius von 30 Meilen.

US-Piloten sind eigentlich angewiesen, sich vor dem Start über Flugbeschränkungen entlang ihrer Route zu informieren. Dennoch kommt es immer wieder zu versehentlichen Luftraumverletzungen, insbesondere in vorübergehenden Sperrgebieten.

US-Militärjets und Hubschrauber der Küstenwache werden häufig eingesetzt, um Flugzeuge abzufangen, die die Flugbeschränkungen rund um den Aufenthaltsort des Präsidenten verletzen. Die abgefangenen Flugzeuge werden zu einem nahe gelegenen Flugplatz umgeleitet, wo die Besatzungen von den Strafverfolgungsbehörden befragt werden und mit möglichen straf- oder zivilrechtlichen Sanktionen rechnen müssen.

mbö/Reuters
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