US-Medienberichte Joe Biden beruft ersten afroamerikanischen Verteidigungsminister

Lloyd Austin ist derzeit General im Ruhestand – doch schon bald soll er einen Topposten im Kabinett von Joe Biden besetzen: Er könnte als erster Afroamerikaner das Pentagon leiten.
Lloyd Austin (2014): Kommandeur der US-Streitkräfte im Nahen Osten unter Obama - bald im Pentagon?

Lloyd Austin (2014): Kommandeur der US-Streitkräfte im Nahen Osten unter Obama - bald im Pentagon?

Foto: PAUL J. RICHARDS / AFP

Der gewählte US-Präsident Joe Biden will eine weitere Schlüsselposition mit einem Vertrauten aus seiner Zeit als Vizepräsident unter dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama besetzen. Der pensionierte General Lloyd Austin soll das Amt des Verteidigungsministers übernehmen, berichtete »Politico« am Montag . Auch die Nachrichtenagentur Reuters bestätigte die Personalie.

Der heute 67-Jährige war Kommandeur der US-Streitkräfte im Nahen Osten unter Obama. Biden hatte zuletzt angekündigt, er wolle am Freitag seinen neuen Verteidigungsminister benennen.

Erst gestern war ein Kandidat für einen Posten durchgesickert, der aktuell ganz besondere Herausforderungen mit sich bringt. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Xavier Becerra soll Medienberichten zufolge zum Gesundheitsminister ernannt werden. Dies berichteten übereinstimmend NBC, »New York Times« und weitere US-Medien unter Berufung auf Bidens Umfeld.

Becerra wäre nach dem bereits nominierten Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas der zweite Latino in Bidens Kabinett. Er war auch als potenzieller Kandidat für das US-Justizministerium gehandelt worden. Biden hatte versprochen, das vielfältigste Kabinett aller Zeiten zu bilden.

Vergangene Woche hatte Biden einige Mitglieder seines Gesundheitsteams benannt: Der Seuchenexperte Anthony Fauci soll auch in Bidens Amtszeit der führende Corona-Berater der Regierung bleiben. Fauci ist Mitglied der Corona-Taskforce des noch amtierenden Präsidenten Donald Trump, mit dem er aber oftmals wegen dessen Krisenpolitik über Kreuz lag.

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Die bisher von Biden nominierten Minister und hochrangigen Mitarbeiter eint, dass sie Erfahrung mitbringen und oft eher in der Mitte als weit links stehen. Die Galionsfiguren der Linken, allen voran Elizabeth Warren und Bernie Sanders, müssen fürchten, nicht berücksichtigt zu werden.

jok/Reuters
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