US-Präsident Biden meldet sich aus Coronaisolation »Fühle mich viel besser, als ich klinge«

Joe Biden geht es nach Bekanntwerden seiner Coronainfektion bereits besser. Seine ohnehin milden Symptome haben sich verbessert, heißt es aus dem Weißen Haus. Nun hat sich der US-Präsident erstmals bei einem öffentlichen Termin geäußert.
Joe Biden: Per Videoschalte nimmt der US-Präsident an einer Besprechung mit seinem Wirtschaftsteam teil

Joe Biden: Per Videoschalte nimmt der US-Präsident an einer Besprechung mit seinem Wirtschaftsteam teil

Foto: Elizabeth Frantz / REUTERS

Ein wenig heiser klingt die Stimme von Joe Biden schon. Dennoch macht der mit Corona infizierte US-Präsident einen recht fitten Eindruck – und bestätigt diesen auch direkt selbst. Erstmals seit Bekanntwerden seiner Covid-19-Infektion hat Biden sich bei einem öffentlichen Termin aus der häuslichen Isolation zu Wort gemeldet.

»Ich fühle mich viel besser, als ich klinge«, sagte er zu Beginn eines virtuellen Treffens mit seinem Wirtschaftsteam, bei dem er aus dem Weißen Haus zugeschaltet war, am Freitagnachmittag (Ortszeit). Bei dem Treffen ging es unter anderem um die Gaspreise. »Gute Nachrichten« gebe es da, sagte Biden. Die Spritpreise seien gefallen, und zwar bereits seit mehr als 30 Tagen in Folge. Der 79-Jährige Biden war am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Regierungsgeschäfte führt er aus der Isolation weiter.

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Seine Sprecherin Karine Jean-Pierre und der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Ashish Jha, versicherten bei einer Pressekonferenz, dass Bidens Symptome nach wie vor mild seien und es ihm besser gehe. 17 Kontaktpersonen seien nach Bekanntwerden der Infektion identifiziert und informiert worden. Biden lasse ausrichten, dass er weiterhin acht Stunden oder länger am Tag arbeite. Er wolle die Amerikaner auch daran erinnern, die Pandemie weiterhin ernst zu nehmen und sich impfen zu lassen.

Erhöhte Temperatur, Schnupfen und Müdigkeit

Zuvor hatte Präsidentenarzt Kevin O'Connor mitgeteilt, die Behandlung des US-Präsidenten verlaufe zufriedenstellend. »Seine Symptome haben sich gebessert«, hieß es in einem Schreiben, das das Weiße Haus veröffentlichte. Biden habe am Vorabend leicht erhöhte Temperatur gehabt, die nach Behandlung mit Acetaminophen aber wieder gesunken sei. Der US-Präsident habe zudem weiterhin eine laufende Nase, fühle sich müde und huste gelegentlich. Seine Werte seien normal. Biden werde nach wie vor mit dem Covid-19-Medikament Paxlovid behandelt.

Biden ist mehrfach gegen Covid-19 geimpft. Seine letzte Boosterimpfung erhielt der Präsident Berichten zufolge Ende März.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, Biden habe über die Gaspreise gesprochen. Tatsächlich hat er über die Spritpreise gesprochen. Wir haben die Stelle angepasst.

asc/dpa
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