Judy Shelton Kandidatin von Donald Trump für US-Notenbank vorerst gescheitert

Sie ist Trumps Kandidatin für die US-Notenbank: Judy Shelton, umstritten wegen ihrer ungewöhnlichen Positionen. Jetzt ist die Bestätigung der Ökonomin vorerst im Senat gescheitert. Auch Republikaner stimmten gegen sie.
Judy Shelton im Februar 2020 im US-Senat

Judy Shelton im Februar 2020 im US-Senat

Foto: J. Scott Applewhite / AP

Die Ernennung der von US-Präsident Donald Trump unterstützten Ökonomin Judy Shelton für einen Sitz im Direktorium der US-Notenbank Federal Reserve ist vorerst gescheitert. Die Republikaner verfehlten im Senat knapp die für eine Bestätigung benötige Mehrheit.

Mit einem Verfahrenstrick ermöglichte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell aber eine erneute Abstimmung zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Republikaner haben im Senat eigentlich eine knappe Mehrheit. Drei von ihnen hatten jedoch vorab mitgeteilt, dass sie gegen Shelton stimmen würden. Die Abstimmung über das weitere Nominierungsverfahren ging – auch wegen Abwesenheiten – letztlich mit 50 zu 47 gegen Shelton aus.

Für die absehbar knappe Abstimmung war auch die gewählte Vizepräsidentin Kamala Harris angereist. Die Demokratin ist noch Senatorin für Kalifornien.

Shelton fordert Rückkehr zum Goldstandard

Shelton ist als ausgewiesene Kritikerin der US-Notenbank bekannt. Sie hatte Trump im Präsidentschaftswahlkampf 2016 in Wirtschaftsfragen beraten und arbeitete zuletzt in einer hochrangigen Position für die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Fachlich fiel Shelton durch ungewöhnliche Positionen auf. Sie vertritt etwa die Ansicht, das internationale Währungssystem solle wieder zu einem System der Golddeckung zurückkehren.

bah/dpa/Reuters
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