Uno-Sonderberichterstatter über den Fall Assange "Es geht um die Zukunft unserer Demokratie und Rechtsstaatlichkeit"

Nils Melzer erhebt schwere Vorwürfe gegen Schweden, Großbritannien, Ecuador und die USA. Er verlangt eine Untersuchung wegen schwerer Grundrechtsverletzungen, falscher Anschuldigung und Amtsmissbrauchs.
Ein Interview von Dietmar Pieper
Julian Assange

Julian Assange

Foto: Matt Dunham/ AP

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Am 24. Februar beginnt in London die gerichtliche Anhörung zur Auslieferung des WikiLeaks-Gründers Julian Assange an die USA. Der 48 Jahre alte Australier ist in Großbritannien inhaftiert, nachdem er sein jahrelanges Asyl in der ecuadorianischen Botschaft hatte verlassen müssen. In den USA soll er unter anderem wegen Spionage vor Gericht gestellt werden, ihm droht ein Strafmaß von bis zu 175 Jahren Haft.

SPIEGEL: Herr Melzer, noch nie haben Sie sich für einen Häftling so vehement eingesetzt wie für Julian Assange. Dabei ist die öffentliche Aufmerksamkeit für den WikiLeaks-Gründer auch ohne Ihren Einsatz größer als für die meisten Folteropfer. Was treibt Sie an?

Melzer: Julian Assange selber ist nicht wichtiger als andere Folteropfer. Aus meiner Sicht geht es in seinem Fall aber nicht einfach um ein Einzelschicksal, sondern um die Zukunft unserer Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Darum protestiere ich jetzt so lautstark, auch wenn ich in den letzten 20 Jahren nie für Schlagzeilen bekannt war. Als Uno-Sonderberichterstatter muss man nicht nur ein guter Diplomat sein, man muss notfalls auch den Mut und die Integrität haben, um die Öffentlichkeit mit unbequemen Wahrheiten zu konfrontieren.

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