Positiv getestet US-Vizepräsidentin Kamala Harris mit Coronavirus infiziert

Nun hat es auch Joe Bidens Stellvertreterin erwischt – Kamala Harris ist Corona positiv. Damit gehört sie zu der Hälfte der US-Bevölkerung, die sich schon mit dem Virus infiziert hat. Bisher ist sie symptomfrei.
US-Vizepräsidentin Kamala Harris besucht die Vandenberg Space Force Base in Lompoc, Kalifornien am 18. April 2022 – damals noch Corona-negativ

US-Vizepräsidentin Kamala Harris besucht die Vandenberg Space Force Base in Lompoc, Kalifornien am 18. April 2022 – damals noch Corona-negativ

Foto: MIKE BLAKE / REUTERS

US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Bei der Stellvertreterin von US-Präsident Joe Biden seien am Dienstag Schnell- und PCR-Tests positiv ausgefallen, teilte ihre Sprecherin Kirsten Allen mit. »Sie zeigt keine Symptome, wird sich isolieren und von der Residenz der Vizepräsidentin aus weiterarbeiten.« Die 57-Jährige habe zuletzt keinen »engen Kontakt« zu Präsident Biden, 79, und dessen Ehefrau Jill, 70, gehabt, erklärte Allen weiter. Grund seien verschiedene Reisen gewesen. »Die Vizepräsidentin wird ins Weiße Haus zurückkehren, sobald sie negativ getestet wird.«

Harris ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Anfang April erhielt sie ihre zweite Auffrischungsimpfung.

In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Coronainfektionen in den USA nach einem starken Rückgang zu Jahresbeginn wieder angestiegen. Es traf dabei auch eine Reihe hochrangiger Politiker, unter ihnen Justizminister Merrick Garland und die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi.

Mehr als die Hälfte der Menschen in den USA hatte Covid-19

In den USA hat sich einer Studie zufolge inzwischen mehr als die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal mit dem Coronavirus infiziert. In der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil bei 58 Prozent, bei Kindern bis elf Jahren sogar bei mehr als 75 Prozent, wie aus einer von der US-Gesundheitsbehörde CDC veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. Die Zahlen beziehen sich auf die Monate Dezember bis Februar. Bevor die Virus-Variante Omikron Anfang Dezember auch in den USA zu grassieren begann, konnte nur bei einem Drittel aller Amerikaner eine überstandene Coronainfektion nachgewiesen werden. Bei den jüngeren Kindern waren es gut 44 Prozent.

In der Studie suchten Wissenschaftler im Blut von Probanden nach speziellen Antikörpern, die nur nach einer Infektion, nicht aber nach einer Impfung produziert werden. Den US-Behörden zufolge sind 66 Prozent der Amerikaner vollständig geimpft, 46 Prozent haben außerdem eine Booster-Impfung erhalten.

Insgesamt hat sich die Coronalage in den USA zuletzt sehr entspannt. Nach der Omikron-Welle lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in dem Land mit gut 330 Millionen Einwohnern im März nur noch bei rund 30.000 pro Tag. Im April stieg die Zahl aber wieder etwas an und liegt aktuell bei rund 44.000 pro Tag.

In den USA sind seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 rund 990.000 Menschen an den Folgen einer Coronainfektion gestorben – die mit Abstand höchste gemeldete Zahl weltweit.

jso/dpa/AFP/Reuters