Abendessen zwischen Kanye West und Trump eskaliert »Ich bat ihn, mein Vizepräsident zu werden«

Was genau passiert ist, darüber haben die beiden unterschiedliche Versionen. Sicher ist nur: Donald Trump und Kanye West haben sich getroffen. Es lief nicht gut. Und ein bekannter Rechtsextremer soll auch dabei gewesen sein.
Trump und Kanye West: »Warte mal, Trump, du sprichst mit Ye«

Trump und Kanye West: »Warte mal, Trump, du sprichst mit Ye«

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Timothy A. Clary / AFP

Kanye West und Donald Trump führen eine Auseinandersetzung in sozialen Netzwerken. Hintergrund ist ein Abendessen, das am Dienstag in Trumps Anwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida stattgefunden haben soll. Daran soll West zufolge auch der rechtsextreme Nationalist Nick Fuentes teilgenommen haben.

Trump reagierte nun auf entsprechende Berichte: West, der sich mittlerweile Ye nennt, habe ihn wegen eines Abendessens angerufen, schrieb der Ex-Präsident am Freitag auf der von ihm mitgegründeten Plattform »Truth Social«. »Kurz darauf tauchte er unerwartet mit drei seiner Freunde auf, von denen ich nichts wusste.« Das Essen sei dann im Beisein vieler anderer »schnell und ereignislos« gewesen.

West hatte zuvor ein Video auf Twitter veröffentlicht, in dem er behauptete, Trump sei »beeindruckt« von Fuentes gewesen. »Ich denke, was Trump am meisten beunruhigt hat, war, als ich ihn bat, mein Vizepräsident zu werden«, sagt der Rapper. Trump habe ihn angeschrien und ihm eine Niederlage prophezeit. »Ich sagte: Warte mal, Trump, du sprichst mit Ye«, führt West weiter aus. Der Musiker war bereits im Jahr 2020 bei der Präsidentschaftswahl angetreten, hatte aber weniger als 70.000 Stimmen erhalten.

Trump hatte vor Kurzem seine erneute Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2024 bekannt gegeben . Das Büro des Ex-Präsidenten reagierte bisher nicht auf eine Anfrage zu den Äußerungen des Rappers. West hatte vor zwei Tagen erklärt, er habe Trump in seiner Residenz in Mar-a-Lago in Florida besucht.

Unklar ist bisher, ob West ernsthaft eine Kandidatur anstrebt oder nur die öffentliche Aufmerksamkeit sucht. Der Musiker hatte zuletzt vor allem mit umstrittenen Aktionen und antisemitischen Äußerungen für Empörung gesorgt. Der Sportartikelhersteller Adidas kündigte daraufhin die Zusammenarbeit mit ihm auf.

sol/dpa/AFP
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