Österreichs frühere Außenministerin Die Frau, die mit Putin tanzte, ist nun im Rosneft-Aufsichtsrat

Auf ihrer Hochzeit tanzte Karin Kneissl mit Kremlchef Wladimir Putin. Jetzt wurde Österreichs Ex-Außenministerin in den Aufsichtsrat des russischen Staatskonzerns Rosneft gewählt, zusammen mit Gerhard Schröder.
Kneissl und Putin beim Tanz (Archivbild 2018)

Kneissl und Putin beim Tanz (Archivbild 2018)

Foto: Roland Schlager / AFP

Die frühere Außenministerin von Österreich, Karin Kneissl, ist nun offiziell Mitglied im Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Rosneft. Das gab das Unternehmen nach einer Aufsichtsratssitzung bekannt . Zu dem elfköpfigen Gremium gehört demnach auch wieder Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Kneissl war 2018 international bekannt geworden: Auf ihrer Hochzeit in der Südsteiermark tanzte sie mit Russlands Präsident Wladimir Putin, er war Ehrengast der Feier. Fotos der beiden gingen um die Welt – und sorgten für kontroverse Diskussionen, auch weil Kneissl am Ende des Tanzes vor Putin einen tiefen Knicks machte.

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Die damalige Außenministerin verteidigte sich: »Der russische Staatspräsident hat sich zuvor verbeugt, und ich habe diese Verbeugung beantwortet mit einem Knicks.« Von einer Unterwerfung könne keine Rede sein.

Kneissl war von 2017 bis 2019 Außenministerin Österreichs. Im Mai 2020 wurde bekannt, dass sie als Gastautorin für den russischen Staatssender Russia Today arbeitet. Im März dieses Jahres wurde Kneissl dann für den Posten bei Rosneft nominiert.

Gerhard Schröder ist seit 2017 Teil des Aufsichtsrats. Rosneft verzeichnete 2019 einen Umsatz von etwa 80 Milliarden Euro und ist mit etwa 330.000 Mitarbeitern einer der großen Arbeitgeber des Landes. Der Konzern ist eng verwoben mit dem Kreml.

aar
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