Provokation aus Peking China dringt erneut in Taiwans Luftverteidigungszone ein

Die taiwanesischen Behörden melden, dass China 39 Flugzeuge in Richtung des Inselstaates entsendet hat, darunter Kampfjets. Taiwan aktivierte sein Raketenabwehrsystem und verwarnte die Piloten.
Ein chinesischer J-10 Kampfjet (Archivbild)

Ein chinesischer J-10 Kampfjet (Archivbild)

Foto: Ym Yik/ dpa

China hat nach Angaben Taiwans 39 Flugzeuge in die Luftverteidigungszone des Inselstaats gesendet. Für dieses Jahr handle es sich um einen neuen Höhepunkt der täglichen Einsätze, teilte das Verteidigungsministerium in Taipeh mit. Die Luftverteidigungszone, in der Fachsprache Identifikationszone für die Luftverteidigung (ADIZ) genannt, ist nicht identisch mit dem Luftraum eines Staates.

Bei den Flugzeugen handle es sich um 34 Kampfjets vom Typ J-10 und J-16, ein Kampfflugzeug vom Typ H-6 sowie je zwei Maschinen vom Typ Y-9 und Y-8. Das taiwanesische Verteidigungsministerium teilte Bilder der Flugzeuge auf Twitter. Als Reaktion aktivierte Taiwan den Angaben zufolge seine Raketenabwehr. Auch wurden die chinesischen Piloten über Funk verwarnt.

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Es handelt sich um die größte Provokation Chinas im Luftraum nahe Taiwan seit dem 4. Oktober 2021. Damals waren 56 Flugzeuge in die Luftverteidigungszone eingedrungen.

Peking sieht das demokratische Taiwan, das sich 1949 vom Festland abspaltete, als abtrünnige Provinz und nicht als unabhängigen Staat an. Zudem lehnt die Volksrepublik China jede Form formeller Beziehungen anderer Länder mit der Inselrepublik ab.

atb/dpa

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