Verhandlungen beendet Ukraine und Russland vereinbaren weitere Gespräche

Fünf Tage nach dem Angriff auf die Ukraine hat eine russische Delegation mit Vertretern Kiews verhandelt. Vorläufiges Ergebnis: Die Gespräche sollen in den nächsten Tagen weitergehen.
Die ukrainische (r.) und russische Fahne stehen auf einem Tisch im von Belarus organisierten Verhandlungsraum

Die ukrainische (r.) und russische Fahne stehen auf einem Tisch im von Belarus organisierten Verhandlungsraum

Foto: Alexandr Kryazhev / imago images/SNA

Drei Gesprächsrunden, aber kein Durchbruch: Die Friedensverhandlungen zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands an der ukrainisch-belarussischen Grenze sind ohne Ergebnis zu Ende gegangen. »Wir reisen zu Beratungen in die Hauptstädte zurück«, sagte der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak nach dem Treffen vor Journalisten. Details nannte er nicht. Der russische Delegationsleiter Wladimir Medinski sagte, es sei vereinbart worden, die Verhandlungen in den nächsten Tagen fortzusetzen.

Beide Seiten hätten eine Reihe von Hauptthemen festgelegt, bei denen »bestimmte Entscheidungen« getroffen werden müssten. Das Treffen dauerte etwa sechs Stunden.

Die Ukraine hatte als Ziel der Gespräche einen Waffenstillstand und den sofortigen Abzug russischer Truppen von ihrem Staatsgebiet erklärt. Die russische Seite hielt sich bedeckt über den Zweck des Treffens. Es waren die ersten direkten Gespräche seit dem russischen Einmarsch vergangene Woche.

Die Gespräche hatten am Mittag mit deutlicher Verzögerung begonnen. Der belarussische Außenminister Wladimir Makej eröffnete sie, wie Videos von belarussischen Staatsmedien zeigten. Die Gespräche wurden an der ukrainisch-belarussischen Grenze abgehalten. Während der Verhandlungen gingen die Kampfhandlungen in der Ukraine weiter.

Russland war vor fünf Tagen völkerrechtswidrig in die Ukraine einmarschiert. Bislang sind in dem Krieg bereits Hunderte Menschen gestorben und über tausend verletzt worden. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht.

mrc/kim/dpa/AFP/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.