Zu »Cruel Summer« von Bananarama Ukraine warnt Russen vor »unangenehm heißem Sommerurlaub« auf der Krim

Noch immer ist unklar, wie es zu den Explosionen auf einem russischen Militärstützpunkt auf der Krim kam. Kiew hat nun eine vergiftete Botschaft an Russland geschickt.
Rauch steigt über einem beliebten Strand auf der Krim auf

Rauch steigt über einem beliebten Strand auf der Krim auf

Foto: Uncredited / dpa

Das Verteidigungsministerium der Ukraine hat russische Staatsbürger mit einem Video von den Explosionen auf dem Luftwaffenstützpunkt Saki davor gewarnt, auf der annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Urlaub zu machen.

»Unseren geschätzten russischen Gästen raten wir von einem Besuch der ukrainischen Krim ab, es sei denn, sie möchten einen unangenehm heißen Sommerurlaub verbringen«, heißt es im Eintrag zum Video. Kein noch so guter Sonnenschutz würde Urlauber auf der Krim vor den gefährlichen Auswirkungen des Rauchens in nicht zugelassenen Bereichen schützen.

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Im Video selbst heißt es: »Ihr hattet einige Optionen für diesen Sommer.« Daraufhin werden Bilder von Stränden gezeigt, unter anderem in Kuba und in der Türkei. »Ihr habt euch für die Krim entschieden, großer Fehler.« Es folgen Bilder der Explosionen auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt sowie von Menschen, die nach den Detonationen von Stränden flüchten. Es sei Zeit, nach Hause zu gehen, heißt es in dem Video. Musikalisch untermalt wird der Clip von dem Bananarama-Song »Cruel Summer«.

Ursache für die Explosionen weiter unklar

Noch immer ist unklar, was genau zu den heftigen Explosionen auf einem russischen Militärstützpunkt auf der Halbinsel Krim führte, die Angaben sind teils widersprüchlich. Inzwischen gibt es aber zunehmend Berichte über die Schäden, die dabei entstanden sind.

Der russische Stützpunkt Saki auf der Krim: Die Aufnahme von Planet Labs PBC entstand vor den Explosionen und soll die intakten Kampfflugzeuge zeigen

Der russische Stützpunkt Saki auf der Krim: Die Aufnahme von Planet Labs PBC entstand vor den Explosionen und soll die intakten Kampfflugzeuge zeigen

Foto: Planet Labs PBC / AP

Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden auf dem Luftwaffenstützpunkt auf einen Schlag neun russische Kampfflugzeuge zerstört. Russland wiederum behauptet, es seien keinerlei Flugzeuge beschädigt worden; es habe lediglich mehrere Explosionen von Munition auf einem Lagergelände gegeben.

DER SPIEGEL

Neue Satellitenaufnahmen von Planet Labs PBC lassen die Zweifel an Russlands Version nun allerdings wachsen. Sie zeigen, dass mindestens sieben Kampfflugzeuge komplett zerstört und weitere beschädigt wurden. Die Bilder entstanden nach den Explosionen auf Saki. Auf Fotos desselben Stützpunktes, die vor den Detonationen entstanden, sind noch mehrere intakte Flugzeuge zu erkennen.

Auch der US-Sender CNN berichtet über die neuen Aufnahmen: Gemessen an der Anzahl der zerstörten Flugzeuge könnte es sich um einen der zerstörerischsten Tage für Flugzeuge der russischen Luftwaffe seit dem Zweiten Weltkrieg handeln, heißt es in dem Bericht .

svs
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