Flugabwehrraketen Litauen liefert Waffen an Ukraine

Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland ist noch nicht entspannt. Von Litauen erhält die Ukraine nun Abwehrraketen für den Ernstfall. Sie sollen zeitnah eintreffen.
Ukrainisches Militär (Archivfoto)

Ukrainisches Militär (Archivfoto)

Foto: SERGEY BOBOK / AFP

Inmitten schwerer Spannungen mit Russland soll die Ukraine in Kürze von Litauen Waffen bekommen. Die Stinger-Flugabwehrraketen aus US-Produktion würden in den kommenden Tagen eintreffen, schrieb die litauische Regierungschefin Ingrida Simonyte auf Twitter. Darüber habe sie ihren ukrainischen Kollegen Denis Schmygal informiert.

»Ich hoffe und wünsche mir aufrichtig, dass die Ukraine sie nie einsetzen muss«, schrieb die Ministerpräsidentin des baltischen EU- und Nato-Landes während eines Besuchs in Kiew. In einem weiteren Tweet fügte sie hinzu: Die Ukraine könne auf die Unterstützung Litauens zählen – jetzt und immer.

Auch Nachtsichtgeräte sollen kommen

Litauen hatte im Januar zusammen mit den beiden anderen Baltenstaaten Estland und Lettland angekündigt, in den USA hergestellte Panzerabwehrraketen und Flugabwehrsysteme an Kiew zu liefern – mit Zustimmung Washingtons. Damit solle die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gestärkt werden.

Litauen will zudem auch Nachtsichtgeräte an Kiew übergeben, Lettland hat die Lieferung von nicht näher bezeichneter Ausrüstung beschlossen. Estland hingegen möchte neun Artilleriegeschütze aus DDR-Altbeständen in die Ukraine liefern und hat die Bundesregierung um Zustimmung gebeten. Eine Entscheidung dazu steht noch aus.

Die Bundesregierung hat Waffenlieferungen an die Ukraine bisher eine klare Absage erteilt. Dies wurde international kritisiert – auch in den baltischen Staaten.

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) trifft am Donnerstag in Berlin mit den Spitzen der drei baltischen Länder zusammen, um mit ihnen über die Ukrainekrise zu beraten. Im Kanzleramt empfängt er am Abend den litauischen Staatspräsidenten Gitanas Nauseda, die estnische Ministerpräsidentin Kaja Kallas und den lettischen Ministerpräsidenten Krisjanis Karins.

til/dpa
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