»Globale Aggressoren« London wirft Russland und China Feldzug gegen die Demokratie vor

Die britische Außenministerin Liz Truss warnt Russland vor einem Einmarsch in die Ukraine. Der Westen werde gemeinsam für die Demokratie gegen Diktatoren kämpfen, drohte sie dem Kreml und auch China.
Großbritanniens Außenministerin Liz Truss

Großbritanniens Außenministerin Liz Truss

Foto:

Bianca De Marchi / dpa

Großbritannien wirft Russland und China einen weltweiten Feldzug gegen die Demokratie vor. »Sie wollen die Diktatur rund um die Welt wie eine Dienstleistung exportieren«, sagte Außenministerin Liz Truss einem Redemanuskript zufolge bei einem Vortrag am Freitag in Sydney. »Deshalb finden Regime wie Belarus, Nordkorea und Myanmar ihre engsten Verbündeten in Moskau und Peking.«

Die »globalen Aggressoren« fühlten sich so ermutigt wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr, sagte Truss demnach in ihrer Rede vor der Denkfabrik Lowy Institute. Der Westen werde jedoch zusammenstehen, um für die Demokratie gegen Diktaturen zu kämpfen, warnte sie den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den chinesischen Präsidenten Xi Jinping.

Die Bedrohung von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sei eine globale Herausforderung und kein regionales Problem. Daher sei eine internationale Antwort notwendig, betonte die Außenministerin. »Wir müssen mit Partnern wie Australien, Israel, Indien, Japan, Indonesien und anderen zusammenarbeiten«, sagte Truss demnach. »Indem wir engere Beziehungen mit unseren Freunden aufbauen und andere Länder näher an den Kreis der marktoffenen Demokratien heranführen, werden wir in den kommenden Jahren letztendlich alle sicherer und freier werden. Es ist Zeit für die freie Welt, sich zu behaupten.«

An die Adresse von Putin sagte die Außenministerin, ein Angriff auf die Ukraine bedeute einen »massiven strategischen Fehler«. »Der Kreml hat nicht aus der Geschichte gelernt.« Eine Invasion werde zu einem furchtbaren Verlust von Leben führen – »wie wir es aus dem sowjetisch-afghanischen Krieg und dem Tschetschenienkonflikt kennen«. Großbritannien und seine Verbündeten stünden fest an der Seite der Ukraine, versicherte Truss.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die USA und die Nato kritisieren einen Truppenaufmarsch mit rund 100.000 russischen Soldaten an der Grenze zur Ukraine. Moskau verweist darauf, dass es sich um eigene Truppen auf eigenem Staatsgebiet handele.

als/Reuters/dpa
Mehr lesen über