Louisville in Kentucky Mann stirbt nach Schüssen auf Anti-Rassismus-Demonstranten

Bei einer Anti-Rassismus-Demonstration im US-Bundesstaat Kentucky wurden Schüsse auf die Menge abgegeben, ein Mann starb. Der Tatort war in den vergangenen Wochen zum Zentrum der Proteste geworden.
Protest nach dem Tod von Breonna Taylor in Louisville (Archiv)

Protest nach dem Tod von Breonna Taylor in Louisville (Archiv)

Foto: Bryan Woolston/ REUTERS

Bei einer Demonstration gegen Rassismus in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky ist am späten Samstagabend ein Mann ums Leben gekommen. Eine weitere Person wurde verletzt, wie die örtliche Polizei mitteilte. Nach jetzigem Kenntnisstand wurden im Jefferson Square Park Schüsse auf die Menge abgegeben, offenbar von einem einzelnen Täter.

Der Park war in den vergangenen Wochen ein Zentrum für Proteste wegen des Todes der Afroamerikanerin Breonna Taylor, die durch Schüsse der Polizei in ihrer Wohnung im März starb.

Erste Berichte über die Schüsse im Park gingen der Polizei zufolge um 21 Uhr (Ortszeit) ein. Die Polizei habe den Park geräumt, die Mordkommission ermittle. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Der Bürgermeister von Louisville, Greg Fischer, teilte in einem Tweet mit: "Es ist eine Tragödie, dass dieses Gebiet des friedlichen Protests nun ein Tatort ist."

Fischer erklärte seine "tiefe Trauer angesichts der Gewalt". Im Vorfeld der Anti-Rassismus-Kundgebung hatte Fischer rechte Gegendemonstranten aufgefordert, sich von dem Protest im Jefferson Square Park fernzuhalten. Zuvor hatte die Lokalzeitung "Louisville Courier Journal" berichtet, dass "bewaffnete Patrioten-Gruppen" vorhätten, den Anti-Rassismus-Demonstranten entgegenzutreten.

Der Park war ein Zentrum für Proteste gegen die Erschießung von Breonna Taylor. Die 26-jährige Notfallsanitäterin wurde am 13. März durch mehrere Schüsse getötet, nachdem Drogenermittler mit einem Haftbefehl in ihre Wohnung eingedrungen waren, während die 26-jährige Notfallsanitäterin und ihr Freund schliefen. Taylors Freund glaubte nach Angaben seines Anwalts an einen Überfall und eröffnete mit einer Waffe, die er rechtmäßig besaß, das Feuer. Bei dem folgenden Schusswechsel wurde Taylor von mindestens acht Kugeln getroffen.

rwi/Reuters/afp
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