Kolonialismus in der Wissenschaft »Die Projektlenker der Malaria-Initiative sitzen alle in Ländern, die nicht einmal Malaria haben«

Die US-Regierung will zeigen, wie sehr ihr Afrika am Herzen liegt. 30 Millionen Dollar zusätzlich sollen in den Kampf gegen Malaria fließen – doch statt Lob erntet Joe Biden Kolonialismusvorwürfe.
Ein Interview von Heiner Hoffmann, Nairobi
Der britische Schauspieler und Uno-Botschafter James Nesbitt besucht in Guinea ein zehn Monate altes Mädchen, das an Malaria erkrankt ist

Der britische Schauspieler und Uno-Botschafter James Nesbitt besucht in Guinea ein zehn Monate altes Mädchen, das an Malaria erkrankt ist

Foto: Marco Di Lauro / Getty Images
Globale Gesellschaft
Alle Artikel
Zur Person Ngozi Erondu
Ngozi Erondu hat als Epidemiologin mit zahlreichen afrikanischen und asiatischen Regierungen zusammengearbeitet, um Infektionsausbrüche besser kontrollieren zu können. Sie war unter anderem während der Ebola-Epidemie in Guinea im Einsatz. Die nigerianisch-amerikanische Wissenschaftlerin ist Stipendiatin des O'Neill-Instituts in Georgetown und Fellow am Chatham House mit Sitz in London.

Ngozi Erondu hat als Epidemiologin mit zahlreichen afrikanischen und asiatischen Regierungen zusammengearbeitet, um Infektionsausbrüche besser kontrollieren zu können. Sie war unter anderem während der Ebola-Epidemie in Guinea im Einsatz. Die nigerianisch-amerikanische Wissenschaftlerin ist Stipendiatin des O'Neill-Instituts in Georgetown und Fellow am Chatham House mit Sitz in London.

Foto: Ngozi Erondu
»Wenn die Westler kommen, übernehmen sie einfach das Ruder und bauen Parallelstrukturen auf, statt die bestehenden zu unterstützen.«

Ngozi Erondu, nigerianisch-amerikanische Epidemiologin

Dieser Beitrag gehört zum Projekt Globale Gesellschaft