Mali Zwei Blauhelmsoldaten durch Minenexplosion getötet

Im Rahmen des Minusma-Einsatzes ist in Mali ein Fahrzeug eines Versorgungskonvois von einer Detonation getroffen worden. Zwei Uno-Soldaten starben, fünf wurden verletzt.

Bei der Explosion einer Mine sind im westafrikanischen Krisenstaat Mali zwei Uno-Soldaten getötet und fünf weitere schwer verletzt worden. Ein gepanzertes Fahrzeug eines Versorgungskonvois sei am Morgen von der Detonation getroffen worden, teilte die Leitung des Uno-Stabilisierungseinsatzes Minusma mit.

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Die Soldaten waren demnach zwischen dem Dorf Tessalit und der Stadt Gao im Norden Malis unterwegs. Angaben zur Nationalität der Opfer machte Minusma nicht. Eine Sprecherin des Einsatzführungskommandos sagte der Nachrichtenagentur dpa, Bundeswehrsoldaten seien nicht betroffen. Sie leisteten mit einem Hubschrauber medizinische Hilfe. In Gao sind deutsche Soldaten im Rahmen des Minusma-Einsatzes stationiert.

Das Land mit seinen rund 20 Millionen Einwohnern hat seit 2012 drei Militärputsche erlebt und gilt als politisch äußerst instabil. Seit dem bisher letzten Putsch im vergangenen Mai wird Mali von einer militärischen Übergangsregierung geführt, die enge Beziehungen zu Russland pflegen soll. Dem Krisenstaat machen seit Jahren islamistische Terrorgruppen zu schaffen. Die Militärjunta hat Wahlen bis Ende März 2024 versprochen. Ende Juni hatte der Uno-Sicherheitsrat die Uno-Friedensmission in Mali um ein Jahr verlängert.

Der Bundestag hatte das Mandat für die Mission Minusma im Mai zwar um ein Jahr verlängert, allerdings wurde dabei auch eine Rückzugsklausel beschlossen, wenn die Sicherheit vor Ort nicht mehr gewährleistet ist.

Uno-Einsatz fehlen bald französische Kampfhubschrauber

Hintergrund ist der angekündigte Rückzug Frankreichs aus Mali. Dadurch fehlen dem Einsatz insbesondere Kampfhubschrauber. Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) schloss einen Abzug der Bundeswehr aus dem Uno-Einsatz in Mali nicht aus, wenn die Vereinten Nationen den »bestmöglichen Schutz« der deutschen Soldatinnen und Soldaten nicht mehr gewährleisten könnten.

svs/dpa
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