Angst vor Marjorie Taylor Greene Demokratische Kongressabgeordnete flüchtet vor Trump-Anhängerin
Verschwörungsanhängerin Marjorie Taylor Greene spricht im Kapitol mit Journalisten
Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS / AFPDie Republikanerin Marjorie Taylor Greene hat mit ihrer bedingungslosen Loyalität zum ehemaligen Präsidenten Donald Trump und ihren Verschwörungserzählungen in den USA bereits Aufsehen erregt. Nach der Wahl im November zog sie nun erstmals ins Repräsentantenhaus ein. Seitdem steigen die Spannungen innerhalb des US-Kongresses.
Nun hat offenbar eine demokratische Abgeordnete aus St. Louis ihr Büro »wegen Sicherheitsbedenken« verlassen. Cori Bushs Amtszimmer ist ihr zufolge ganz in der Nähe von Greenes Räumlichkeiten. Doch Greene und ihre Mitarbeiter weigerten sich, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das berichtete Bush auf Twitter.
On Jan. 13 — after members tested positive for COVID-19 after being locked down with her on Jan. 6 — Marjorie Taylor Greene came up from behind me, loud and unmasked. I called out to her to put hers on.
— Cori Bush (@CoriBush) January 29, 2021
Her staff yelled at me, “Stop inciting violence with Black Lives Matter.” pic.twitter.com/GtN5AmGrkO
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Nach ihrem wiederholten Hinweis, das Gesicht mit einer Maske zu bedecken, sei Bush von Greene beschimpft worden, und einer von Greenes Mitarbeitern habe ihr zugerufen: »Hört auf, mit Black Lives Matter Gewalt anzustiften.«
Zudem seien Greenes wiederholte Anfeindungen der Black-Lives-Matter-Bewegung, die sich gegen Bush persönlich richteten, Anlass zu ernster Sorge und hätten zu ihrer Entscheidung geführt, mit ihren Mitarbeitern umzuziehen, schreibt Bush.
Greene antwortete auf die Vorwürfe von Bush ebenfalls auf Twitter: »Sie lügt euch an. Sie hat mich beschimpft.« Greene nannte dabei Bush, die schwarz ist, »die Anführerin des terroristischen Mobs der Black-Lives-Matter-Bewegung von St. Louis«.
Auch Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses, hatte bei einer Pressekonferenz die Republikaner dafür kritisiert, dass diese Greenes Aussagen ignorierten.
Die Politikerin Greene stand auch am Donnerstag in der Kritik: Ein demokratischer Abgeordneter forderte den Ausschluss der 46-Jährigen aus dem Repräsentantenhaus, nachdem der Nachrichtensender CNN frühere Äußerungen Greenes publik gemacht hatte, in denen sie eine Hinrichtung demokratischer Politiker zu unterstützen schien. Greene soll in den Jahren 2018 und 2019 entsprechende Kommentare gelikt haben. Zudem soll sie die Verschwörungserzählung weiterverbreitet haben, dass Hillary Clinton Teil eines Pädophilenrings sei.
Greene hatte gemeinsam mit einigen anderen Republikanern auch damit für Aufsehen gesorgt, dass sie im Parlamentsgebäude eine Waffe tragen will. »Der Feind ist im Repräsentantenhaus«, warnte Pelosi. »Wir haben Mitglieder des Kongresses, die ihre Schusswaffen mit in den Sitzungssaal bringen wollen und die anderen Mitgliedern Gewalt angedroht haben.«