Republikanerin Marjorie Taylor Greene Falsche Coronainfos – Twitter sperrt persönlichen Account von US-Abgeordneter

Marjorie Taylor Greene verglich in einem Interview das Maskentragen mit dem Holocaust. Nun hat Twitter einen Account der Trump-Anhängerin gesperrt – wegen wiederholter Falschinformation.
Marjorie Taylor Greene vor dem Kongressgebäude in D.C.: Bereits mehrfach vorübergehend auf Twitter gesperrt

Marjorie Taylor Greene vor dem Kongressgebäude in D.C.: Bereits mehrfach vorübergehend auf Twitter gesperrt

Foto: JIM LO SCALZO / EPA

Unter dem Namen @mtgreenee schwurbelte Marjorie Taylor Greene auf Twitter über QAnon, leugnete die Wirkung von Corona-Schutzimpfungen und verharmloste die Krankheit, die von dem Virus ausgeht. Wegen unter anderem dieser Verstöße hat das soziale Netzwerk einen Account der republikanischen Kongressabgeordneten und Trump-Anhängerin nun abgeschaltet. Das berichten etwa der Sender CNN  und die »New York Times « unter Berufung auf Twitter.

Das Unternehmen habe den Account »wegen wiederholter Verstöße gegen unsere Covid-19-Richtlinie für Fehlinformationen dauerhaft gesperrt«, zitiert etwa CNN einen Twitter-Sprecher. Laut »New York Times« war Greene zuvor bereits viermal vorübergehend gesperrt worden.

Abgeordneten-Account bleibt aktiv

Die Politikerin aus dem US-Bundesstaat Georgia neigt auch abseits der sozialen Medien zu Ausfällen. Im Mai hatte sie im Sender Real America's Voice das Maskentragen mit dem Holocaust und der Pflicht des Tragens eines Judensterns verglichen.

Ganz aus dem Twitter-Kosmos verschwunden ist Greene nun jedoch nicht. Sie hat weiterhin Zugang zu ihrem offiziellen Kongresskonto @RepMTG . Es bleibt aktiv, da Tweets von diesem Konto bislang nicht gegen die Regeln des Dienstes verstoßen haben.

Greenes Sperre erfolgt nur kurze Zeit vor dem Jahrestag des Sturms auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021. Wenig später hatte Twitter auch den abgewählten US-Präsidenten Donald Trump ausgeschlossen. Zuletzt sammelte er über ein Börsenkonstrukt riesige Summen, um selbst das Social-Media-Netzwerk »Truth Social« aufzubauen .

Dem Sender CNN zufolge reagierte Greene trotzig auf den Bann. In einer Erklärung heißt es demnach: »Social-Media-Plattformen können nicht verhindern, dass die Wahrheit weit und breit verbreitet wird.« Sie stehe auf der Seite der Wahrheit und der Menschen.

apr