Vergleiche mit Marie Antoinette Melania Trump erntet Spott für Rosengarten-Renovierung

Melania Trump will den Rosengarten des Weißen Hauses so verändern, dass er seinem Ursprungsentwurf näher kommt. Auf Twitter wird das Vorhaben der First Lady hämisch kommentiert.
Melania Trump arbeitet in einem Gemüsebeet vor dem Weißen Haus, im Hintergrund der Rosengarten

Melania Trump arbeitet in einem Gemüsebeet vor dem Weißen Haus, im Hintergrund der Rosengarten

Foto: JONATHAN ERNST/ REUTERS

Für ihre Ankündigung, den Rosengarten des Weißen Hauses restaurieren zu wollen, ist First Lady Melania Trump im Kurznachrichtendienst Twitter heftig kritisiert worden. Die Nutzer warfen der Ehefrau des US-Präsidenten Donald Trump vor allem den Zeitpunkt ihres Vorhabens während der Corona-Pandemie vor.

Katie Hill, eine ehemalige Kongressabgeordnete der Demokratischen Partei, verglich Melania Trump mit der französischen Königin Marie Antoinette. Der wurde vorgeworfen, das Leiden der Bevölkerung ignoriert zu haben, was unter anderem zur Französischen Revolution führen sollte. Majid M. Padellan, ein trumpkritischer Buchautor, schrieb: "Während 150.000 Amerikaner an Covid-19 sterben und Millionen von Obdachlosigkeit bedroht sind, renoviert Melania Trump ihren Rosengarten."

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Melania Trump hatte zuvor angekündigt, den Rosengarten des Weißen Hauses so restaurieren zu wollen, dass er der ursprünglichen Anlage wieder näher komme. Er war 1962 von der Landschaftsgärtnerin Rachel Lambert "Bunny" Mellon angelegt worden. Beauftragt wurde sie von Präsident John F. Kennedy und dessen Frau Jackie.

Auf Twitter verkündete die First Lady: "Auch in den schwersten Zeiten steht der Rosengarten des Weißen Hauses für Stärke und Kontinuität."

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Melania Trumps Büro erklärte, dass Anpassungen des Gartens für eine "moderne Präsidentschaft" ihren Tribut gefordert hätten. Möglicherweise handelt es sich dabei um einen Seitenhieb gegen Trumps Vorgängerin Michelle Obama. Die hatte auf Anstoß grüner Bürgerinitiativen einen Gemüsegarten vor dem Weißen Haus angelegt.

Es sei immer schwieriger geworden, die "elegante Symmetrie" des ursprünglichen Entwurfs wertzuschätzen, so Melania Trumps Büro weiter.

Erste Renovierungsarbeiten an der Kolonnade des West Wing haben bereits am Montag begonnen. Der Plan sieht unter anderem einen Pfad aus Kalkstein entlang des großen Rasens vor. Das berichtete Perry Guillot, der mit dem Projekt betraute Landschaftsarchitekt.

Zuvor hatte Melania Trump im Weißen Haus schon diverse Renovierungsprojekte durchgeführt.

Der Rosengarten vor dem Amtssitz des Präsidenten wird häufig für wichtige Ansprachen und Zeremonien genutzt. Donald Trump hat dort wiederholt Pressekonferenzen abgehalten - zumal in der Coronavirus-Krise das Ansteckungsrisiko im Freien geringer ist als im Inneren des Weißen Hauses.

bah/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.