Nach Corona-Infektion Melania Trump sagt Wahlkampfauftritt ab - wegen Husten

US-Präsident Trump muss bei der Wahlkampfveranstaltung im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania alleine ran. Eigentlich sollte die First Lady ihn begleiten, kommt nun aber aus Vorsicht nicht mit.
Melania Trump mit Gesichtsmaske

Melania Trump mit Gesichtsmaske

Foto: Julio Cortez / dpa

First Lady Melania Trump hat den ersten Wahlkampfauftritt an der Seite von US-Präsident Donald Trump seit fast zwei Monaten abgesagt. Melania Trump leide unter einem "anhaltenden Husten" und werde aus Vorsicht nicht reisen, teilte ihre Sprecherin Stephanie Grisham mit. Ihr gehe es nach ihrer Genesung von Covid-19 aber jeden Tag besser. Melania Trump sollte ihren Ehemann zu dessen Wahlkampfveranstaltung am Dienstagabend (Ortszeit) in Erie im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania begleiten.

Melania Trump hatte zuletzt mit einer Ansprache im Rosengarten des Weißen Hauses beim Parteitag der Republikaner am 25. August für die Wiederwahl ihres Ehemannes geworben. Ansonsten hat sie sich im Wahlkampf auffällig zurückgehalten. Andere Trump-Familienmitglieder treten dagegen immer wieder im Wahlkampf auf.

Donald und Melania Trump waren Anfang Oktober positiv auf das Coronavirus getestet worden. Während der Präsident drei Tage lang im Krankenhaus behandelt wurde, blieb seine Frau im Weißen Haus. Auch der 14-jährige Sohn Barron hatte sich infiziert, blieb nach Angaben seiner Mutter aber symptomfrei.

Vergangene Woche erklärte Melania Trump dann, sie sei inzwischen negativ auf das Virus getestet worden. Über ihren Krankheitsverlauf erklärte sie, bei ihr seien "minimale Symptome" diagnostiziert worden - diese seien aber alle zeitgleich eingetreten. "Es erschien in den folgenden Tagen wie eine Achterbahn an Symptomen", schrieb das Ex-Model aus Slowenien. "Ich hatte Gliederschmerzen, Husten und Kopfschmerzen, und ich habe mich die meiste Zeit extrem müde gefühlt."

Der nach eigenen Worten "geheilte" Präsident Trump ist bereits wieder voll in den Wahlkampf eingestiegen und hält seit mehr als einer Woche Wahlkampfveranstaltungen ab. Der 74-jährige Republikaner liegt zwei Wochen vor der Wahl am 3. November in Umfragen hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden - unter anderem in dem sehr wichtigen Schlüsselstaat Pennsylvania.

kfr/dpa/AFP
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