Sieben Feuer in der Nacht vor den Midterms Brände am Wahltag in Mississippi werden auf mögliche Brandstiftung untersucht

Im US-Bundesstaat Mississippi sind in der Nacht auf den Wahltag sieben Brände ausgebrochen. Der Kandidat der Demokraten vor Ort sagt: »Diese feigen Aktionen erinnern an historische Terrorakte.«
Die abgebrannte Epiphany Lutheran Church in der Stadt Jackson im US-Bundesstaat Mississippi

Die abgebrannte Epiphany Lutheran Church in der Stadt Jackson im US-Bundesstaat Mississippi

Foto: Rogelio V. Solis / AP

Im US-Bundesstaat Mississippi sind über Nacht sieben Brände ausgebrochen, in zwei Kirchen, einer Tankstelle und vier weiteren Gebäuden in der Nähe der Jackson State University. Dies teilten Beamte lokalen Medien mit. Als Ursache wird Brandstiftung untersucht. Videoaufnahmen zeigten den schwersten der Brände in der Nähe des historisch schwarzen College, das die Epiphany Church zerstörte. Dem lokalen TV-Sender WAPT zufolge gab es keine Berichte über Verletzungen.

Die Feuerwehr von Jackson wurde gegen 2.45 Uhr telefonisch alarmiert und alle Brände wurden am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) gelöscht. Stunden später öffneten die Wahllokale in Mississippi. Bisher ist unklar, ob die Brände mit den Midterm-Wahlen in Verbindung stehen. US-Behörden hatten vor Gewalt und Einschüchterung von Kandidaten und Wählern gewarnt.

Die US-Bürgerrechtsorganisation NAACP veröffentlichte ein Bild der brennenden Epiphany Church mit einem Post, der lautete: »Wir beobachten die Situation genau. Keine Einschüchterung. Keine Ablenkungen. Gehen Sie wählen.«

Shuwaski Young, der demokratische Kandidat für den Wahlbezirk, in dem Jackson liegt, äußerte sich zu den Bränden. »Heute Morgen wurden am Wahltag mehrere Kirchen in Jackson, Mississippi, in Brand gesetzt«, teilte er in einer Erklärung mit. »Diese feigen Aktionen erinnern an historische Terrorakte, wenn Menschen für ihr Wahlrecht kämpfen und ein friedliches Leben führen wollen. Wir werden uns nicht abschrecken oder einschüchtern lassen.«

Trotz der Brände wurden alle Wahllokale wie gewohnt geöffnet, berichtete 16 WAPT News.

jso/Reuters
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