Aus einem Schlauchboot Sea-Eye rettet mehr als 70 Menschen im Mittelmeer

Die »Sea-Eye 4« hat am Mittwoch 74 Menschen von einem Schlauchboot im Mittelmeer aufgenommen. Zusammen mit weiteren Geflüchteten sind sie nun auf dem Seenotrettungsschiff auf der Suche nach einem Hafen.
Seenotrettungsschiff »Sea-Eye 4« (Archivfoto)

Seenotrettungsschiff »Sea-Eye 4« (Archivfoto)

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Bernd Wüstneck / dpa

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat im zentralen Mittelmeer 74 Menschen aus Seenot gerettet. Die freiwilligen Helfer der »Sea-Eye 4« seien am Mittwochmittag zu dem Schlauchboot, auf dem auch 22 Kinder waren, gerufen worden, teilten die privaten Seenotretter am Donnerstagabend mit.

Die Crew behandelte 15 Gerettete anschließend medizinisch an Bord. Den Angaben zufolge stammten die Menschen unter anderem aus Ägypten, Syrien und Nigeria.

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Die Regensburger Organisation hat damit nach eigenen Angaben 106 Geflüchtete an Bord. Zuvor nahm das Schiff am Dienstagmittag 32 Menschen von einem Transportschiff an Bord. Der Frachter »Karina« einer deutschen Reederei rettete diese demnach am Montag vor der Küste Libyens in internationalen Gewässern.

Ein weiteres in Seenot geratenes Schlauchboot mit rund 145 Menschen sei von der libyschen Küstenwache illegal rückgeführt worden, bevor die »Sea-Eye 4« sie erreichen konnte, berichtete die Hilfsorganisation unter Berufung auf den Notrufdienst Alarm Phone.

Das Schiff wollte am Freitag maltesische Gewässer erreichen. Das kleinste EU-Land fährt eine strenge Linie beim Thema Migration und lässt schon länger keine Schiffe mehr von privaten Seenotrettern mit Geflüchteten an Bord in seine Häfen.

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Am kommenden Wochenende will Papst Franziskus das Land besuchen. »Vielleicht kann ein unmissverständlicher Appell des Papstes an die maltesische Regierung bewirken, dass Malta sich als nächstgelegener EU-Staat für 106 schutzsuchende Menschen verantwortlich fühlt«, sagte der Sea-Eye-Vorsitzende Gorden Isler.

kfr/dpa/AFP