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Myanmar Militärjunta brennt offenbar ganzes Dorf nieder

Die Massenproteste der Bevölkerung wurden brutal niedergeschlagen. Das Militär in Myanmar geht dennoch weiter mit aller Härte gegen die eigenen Bürger vor. Nun wurde Medienberichten zufolge ein komplettes Dorf zerstört.

In Myanmar hat das Militär offenbar ein ganzes Dorf niedergebrannt. Etwa 100 Soldaten seien in das Dorf Kaebar im Nordwesten des Landes eingedrungen, berichteten lokale Medien und Augenzeugen am Dienstag. Die Bewohner seien daraufhin in Panik geflohen. Anschließend hätten die Soldaten fast hundert Häuser angezündet und in Schutt und Asche gelegt. In sozialen Netzwerken waren Bilder mit den Trümmern der Häuser zu sehen.

»Sie haben um sich geschossen, als sie ins Dorf kamen, und die Dorfbewohner sind in den Wald gerannt. Dann brannten sie die Häuser nieder«, hieß es in einer Mitteilung einer örtlichen Widerstandsgruppe. Der Angriff in der Region Saigang ereignete sich demnach am Montag.

»Jetzt ist nichts mehr übrig«

»Wir konnten das Feuer nicht rechtzeitig stoppen. Jetzt ist nichts mehr übrig. Alles, was wir besaßen, ist verbrannt«, sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur dpa. Die Betroffenen suchten nun in Nachbardörfern Schutz. »Aber wir wissen nicht, wie wir ohne unser Zuhause leben sollen.«

Das frühere Birma versinkt seit einem Putsch am 1. Februar in Chaos und Gewalt. Die Generäle hatten die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet und regieren seither mit eiserner Faust. Jeder Widerstand wird mit brutaler Härte unterdrückt.

Massendemonstrationen wie in den Wochen nach dem Umsturz gibt es kaum noch. Nach Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP wurden rund 1300 Menschen getötet. Mehr als 10.000 wurden festgenommen. In vielen Teilen des südasiatischen Landes haben sich lokale bewaffnete Einheiten gebildet, um Widerstand gegen die Junta zu leisten.

Es gibt immer wieder Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen in dem Krisenland. Erst in der vergangenen Woche hatten Militärs ein Dorf gestürmt und ein knappes Dutzend Menschen lebendig verbrannt. Zudem gibt es Berichte, dass die Militärjunta dringend benötigte Hilfslieferungen für Millionen Menschen blockiert.

svs/dpa

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