Nach neuen EU-Sanktionen Frankreich stoppt russisches Handelsschiff im Ärmelkanal

Die französische Marine hat im Ärmelkanal ein Frachtschiff mit Kurs auf die russische Stadt Sankt Petersburg abgefangen. Es wird verdächtigt, zu einem Unternehmen zu gehören, das Ziel von EU-Sanktionen gegen Moskau ist.
Das russische Frachtschiff Baltic Leader nach Ankunft im Hafen von Boulogne-sur-Mer

Das russische Frachtschiff Baltic Leader nach Ankunft im Hafen von Boulogne-sur-Mer

Foto: PASCAL ROSSIGNOL / REUTERS

Wenige Stunden nach Inkrafttreten der jüngsten Sanktionen gegen Russland haben französische Behörden ein russisches Handelsschiff im Ärmelkanal gestoppt. Der Frachter, der Autos transportierte und auf dem Weg nach Sankt Petersburg war, stehe »im dringenden Verdacht, mit russischen Interessen verbunden zu sein, die von den Sanktionen betroffen sind«, sagte Kapitän Veronique Magnin von der französischen Seepräfektur.

Die »Baltic Leader« wurde in den Hafen von Boulogne-sur-Mer in Nordfrankreich umgeleitet, sagte Magnin und fügte hinzu, dass die Zollbeamten laufende Kontrollen durchführten und die Schiffsbesatzung »kooperativ« sei. Die russische Botschaft in Frankreich bittet die Behörden um eine Erklärung für die Beschlagnahmung, zitierte die russische Nachrichtenagentur RIA die Botschaft.

Schiff fährt unter russischer Flagge

Das Unternehmen, dem das Schiff gehört, ist im Besitz eines russischen Geschäftsmannes, der auf der EU-Liste der sanktionierten Personen stehe, so Magnin.

Die EU-Staaten haben sich am Freitag darauf geeinigt, die europäischen Vermögenswerte des russischen Präsidenten Wladimir Putin und seines Außenministers einzufrieren, um Russland für den Angriff auf die Ukraine zu bestrafen.

mas/dpa/Reuters