Kampf gegen Trump Neil Young sucht einen neuen US-Präsidenten

Weil Donald Trump bei einer Ansprache seine Lieder spielte, verklagte Neil Young den US-Präsidenten. Jetzt schrieb die Rocklegende einen Song um, damit es einen Wechsel im Weißen Haus gibt.

Rockstar Neil Young ruft dazu auf, bei der Wahl im November einen neuen US-Präsidenten zu wählen. Der 74-jährige gebürtige Kanadier schrieb deshalb einen 14 Jahre alten Song mit neuem Text zum Angriff auf Amtsinhaber Donald Trump um.

"Looking For A Leader", ursprünglich aus dem Album "Living With War" (2006), ist ein flammender Appell, die oppositionellen Demokraten zu wählen.
Das Lied mit Akustikgitarre und Mundharmonika wurde am Wochenende nach seiner Veröffentlichung Zehntausende Male auf YouTube abgerufen.

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"Ja, wir hatten Barack Obama/und wir bräuchten ihn jetzt wirklich/der Mann, der hinter ihm stand/muss irgendwie seinen Platz einnehmen", singt Young, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, mit Blick auf den designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden. Und über Trump: "Amerika hat einen Anführer/der Mauern um unser Haus baut/der Black Lives Matter nicht kennt/und wir haben eine Stimme, um ihn abzuwählen."

Wegen Verwendung seiner Songs bei einer Trump-Ansprache hatte Young kürzlich juristische Schritte gegen das Team der US-Republikaner eingeleitet. In einer Klage wegen Urheberrechtsverletzung schrieb der Singer-Songwriter unter anderem, er könne es nicht erlauben, dass seine Musik als ""Titelsong" für eine spalterische, unamerikanische Kampagne von Ignoranz und Hass" benutzt werde.

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Die Vorwürfe drehen sich um die nicht genehmigte Verwendung der Songs "Rockin' In The Free World" und "Devil's Sidewalk" im Juni bei einer Trump-Kundgebung in Tulsa, Oklahoma. Young verlangt unter anderem Schadensersatz. Schon 2015 hatte sich der Musiker beschwert, als Trump im US-Wahlkampf seine Songs verwendete.

Am Montag startet der Parteitag der Demokraten, bei dem Joe Biden offiziell zum Herausforderer von Trump ernannt werden soll. Das traditionelle Megaevent des Wahlkampfes findet wegen der Corona-Pandemie weitgehend online und nicht, wie ursprünglich geplant, mit Tausenden Delegierten und Zehntausenden Gästen in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin statt.

als/dpa
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