Fertigstellung bis 2035 Niederlande bauen zwei neue Atomkraftwerke

Die Niederlande setzten wieder verstärkt auf Nuklearenergie. Der Bau zweier Meiler soll das Land von fossilen Brennstoffen unabhängiger machen, sagt Ministerpräsident Rutte. Die Standorte der AKW stehen bereits fest.
Das niederländische Atomkraftwerk Borssele (Archivfoto)

Das niederländische Atomkraftwerk Borssele (Archivfoto)

Foto: Marco de Swart/ picture alliance / dpa

Die niederländische Regierung plant den Bau von zwei neuen Atomkraftwerken in der Nähe der belgischen Grenze, um die Abhängigkeit ihres Landes von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Die beiden Anlagen sollen bis zum Jahr 2035 fertiggestellt sein und dann bis zu 13 Prozent der Stromproduktion abdecken, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag.

Gebaut werden sollen die Atomkraftwerke demnach in der Nähe des Dorfs Borssele, wo bereits der einzige noch aktive Atommeiler des Landes aus dem Jahr 1973 steht. »Indem wir Kernenergie zu unserem Energiemix hinzufügen, werden wir die CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung reduzieren und uns weniger abhängig von Ländern machen, aus denen diese fossilen Brennstoffe stammen«, sagte Rutte.

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat auch in den Niederlanden zu einem rasanten Anstieg der Energiepreise geführt. Er rechne damit, dass der Krieg und die »gegenwärtige Situation auf den Energiemärkten« noch einige Zeit andauern könnten, sagte Rutte weiter. Deshalb habe seine Regierung beschlossen, schon jetzt die Gasreserven für den Winter 2023-2024 aufzufüllen.

ktz/afp
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.