Protest gegen geplante Umweltauflagen Bauern in den Niederlanden blockieren Autobahnen

Bauernproteste in den Niederlanden haben zu insgesamt mehreren Hundert Kilometer Stau geführt. Die Proteste richten sich gegen Vorhaben der Regierung, die das Aus zahlreicher Viehhalter bedeuten könnten.
Niederlande Anfang Juli: Bauern blockieren den Eingang zum Vertriebszentrum eines Supermarkts

Niederlande Anfang Juli: Bauern blockieren den Eingang zum Vertriebszentrum eines Supermarkts

Foto: Robin Van Lonkhuijsen / dpa

Niederländische Bauern haben aus Protest gegen geplante Umweltauflagen mit Treckern Autobahnen blockiert. Die Proteste führten zu mehreren Hundert Kilometer Staus, teilten die Verkehrsdienste mit. Davon betroffen waren auch viele Urlauber. In einigen Teilen der Niederlande haben am Freitag die Sommerferien begonnen.

Die Blockaden konzentrierten sich zunächst auf Straßen im Osten des Landes. Lastwagen und Trecker behinderten den Verkehr nach Angaben der Behörden aber auch auf anderen Straßen, oft durch langsames Fahren.

Rund 30 Landwirte hatten auch ein Großlager von Supermärkten in Raalte im Osten blockiert. Lastwagen konnten nur mit großer Verzögerung neue Ware holen, erklärte ein Sprecher. In der vergangenen Woche hatten Blockaden von Großlagern zu Engpässen in Supermärkten geführt.

Die Bauern protestieren seit Wochen gegen geplante Maßnahmen, den Stickstoffausstoß zu verringern. Landesweit soll der nach dem Plan der Regierung bis 2030 um durchschnittlich 50 Prozent reduziert werden, bei Naturgebieten sogar um mehr als 70 Prozent. Die intensive Landwirtschaft gilt als einer der größten Verursacher vor allem durch Ammoniak. Die Auflagen können nach Berechnungen der Regierung das Aus für etwa 30 Prozent der Viehbauern bedeuten.

aeh/dpa
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