Nigel Farage »Der Krieg ist vorbei«

Nigel Farage kämpfte für den Austritt Großbritanniens aus der EU, zum Jahreswechsel verlässt Großbritannien nach langem Ringen die Gemeinschaft. Der Chef der Brexit-Partei ist damit am Ziel – und dennoch nicht ganz zufrieden.
Wollte einfach nur raus aus der EU: Brexit-Parteichef Nigel Farage

Wollte einfach nur raus aus der EU: Brexit-Parteichef Nigel Farage

Foto: Kirsty O'connor / dpa

Der Chef der britischen Brexit-Partei, Nigel Farage, hat seinen Kampf für den Austritt Großbritanniens aus der EU für beendet erklärt. »Der Krieg ist vorbei«, schrieb Farage auf Twitter, nachdem die EU und Großbritannien einen Durchbruch bei den Verhandlungen für einen Brexit-Handelspakt verkündet hatten.

Premierminister Boris Johnson werde als derjenige gesehen werden, der den Brexit vollzogen habe, sagte Farage in einem auf Twitter verlinkten Video. »Vielleicht nicht perfekt, aber dennoch: Er hat getan, was er versprochen hatte«, so der Erz-Brexiteer anerkennend. Farage wittert, dass bei einigen Details, wie beispielsweise bei der Fischerei, nicht die reine Brexit-Lehre von der vollständigen Kontrolle angewandt wurde. »Aber im Großen und Ganzen ist der Krieg vorbei.«

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London und Brüssel hatten am Heiligabend einen Durchbruch bei den Gesprächen über einen gemeinsamen Handelspakt für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase verkündet. Mit dem Jahreswechsel verlässt das Vereinigte Königreich endgültig die Strukturen der Europäischen Union nach fast 40 Jahren Mitgliedschaft. Die schlimmsten Folgen der Scheidung sind damit abgewendet.

Auf europäischer Seite bleibt bis zum 31. Dezember nicht genug Zeit, um das mehr als 1200 Seiten starke Vertragswerk noch zu ratifizieren. Es soll zunächst provisorisch in Kraft treten. Das britische Parlament soll am 30. Dezember im Schnellverfahren ein Gesetz durchwinken, um dem Abkommen Wirksamkeit zu verschaffen.