Reaktionen auf Bluttat in Nizza Merkel zeigt sich "tief erschüttert über die grausamen Morde"

Der tödliche Angriff in Nizza löst international Entsetzen aus. Frankreichs Regierungschef spricht von einer feigen und barbarischen Tat, Bundeskanzlerin Merkel sicherte dem Land Deutschlands Solidarität zu.
Französische Polizei an der Basilika Notre-Dame in Nizza

Französische Polizei an der Basilika Notre-Dame in Nizza

Foto: Norbert Scanella / imago images/PanoramiC

Nach dem tödlichen Angriff in der Basilika Notre-Dame in Nizza haben zahlreiche Spitzenpolitiker Frankreich ihr Mitgefühl ausgesprochen und ihre Solidarität bekundet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich "tief erschüttert über die grausamen Morde in einer Kirche". Ihre Gedanken seien "bei den Angehörigen der Ermordeten und bei den Verletzten", sagte Merkel nach Angaben ihres Sprechers Steffen Seibert. "Der französischen Nation gilt in diesen schweren Stunden Deutschlands Solidarität."

Vizekanzler Olaf Scholz twitterte: "Furchtbare Nachrichten erreichen uns aus Frankreich." Drei Menschen seien grausam ermordet worden. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer dieser schrecklichen Tat; den französischen Freundinnen und Freunden gilt unsere Solidarität."

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Bei dem mutmaßlich islamistischen Messerangriff in der Basilika Notre-Dame in Nizza wurden drei Menschen getötet. Laut Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi rief der mutmaßliche Täter mehrfach "Allahu akbar". Estrosi sagte, alles deute auf einen "Terroranschlag" hin.

Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen an sich gezogen. Es gehe unter anderem um den Vorwurf des Mordes in Verbindung mit einem terroristischen Vorhaben, bestätigte die Behörde. Nach der Tat in Nizza wurde landesweit die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen, wie Regierungschef Jean Castex in Paris mitteilte. Er verurteilte die "ebenso feige wie barbarische Tat, die das ganze Land in Trauer versetzt".

Ganz Europa sei solidarisch mit Frankreich, schrieb EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter. Man bleibe angesichts der Barbarei und des Fanatismus geschlossen und entschlossen. Sie verurteilte den "abscheulichen und brutalen Angriff".

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte sprach von einem "niederträchtigen Anschlag". Aber durch die Tat könne "die gemeinsame Front zur Verteidigung der Werte der Freiheit und des Friedens nicht ins Wanken gebracht werden", schrieb Conte auf Twitter. "Unsere Bestimmtheit ist stärker als der Fanatismus, der Hass und der Terror."

Der niederländische Premierminister Mark Rutte schrieb auf Twitter, die französische Bevölkerung sei im Kampf gegen Extremismus nicht allein. Die Niederlande stünden an der Seite des Landes.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson sicherte Frankreich ebenfalls Unterstützung zu. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien", schrieb er auf Twitter. Das Vereinigte Königreich stehe mit Frankreich gegen Terror und Intoleranz.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Nach der Ermordung eines französischen Lehrers bei Paris vor etwa zwei Wochen, der in seinen Unterricht auch Karikaturen des Propheten Mohammed einbezogen hatte, hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron energisch die Freiheitsrechte in den westlichen Gesellschaften verteidigt, insbesondere die Medien- und Meinungsfreiheit.

Das löste in den vergangenen Tagen wütende Proteste in vielen muslimischen Ländern und Boykottdrohungen gegen Frankreich aus. Auch aus der Türkei gab es scharfe Kritik.

Das türkische Außenministerium verurteilt die Tat von Nizza allerdings scharf und sicherte der französischen Bevölkerung ebenfalls Solidarität im Kampf gegen Gewalt und Terrorismus zu.

ulz/dpa/AP/Reuters

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.