Angaben aus Südkorea Nordkorea feuert offenbar erneut Raketen Richtung Meer ab

Es wäre schon das zweite derartige Manöver in dieser Woche: Wie Südkorea meldet, hat das Regime in Pjöngjang zwei mutmaßliche ballistische Raketen von kurzer Reichweite getestet.
Menschen in Seoul betrachten am Dienstag Archiv-Fernsehbilder von einem nordkoreanischen Raketentest

Menschen in Seoul betrachten am Dienstag Archiv-Fernsehbilder von einem nordkoreanischen Raketentest

Foto: JUNG YEON-JE / AFP

Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea setzt offenbar ihre Raketentests fort: Das Regime in Pjöngjang hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs zwei mutmaßliche ballistische Raketen von kurzer Reichweite in Richtung Meer abgefeuert. Sie seien etwa 190 Kilometer weit geflogen und ins Ostmeer (Japanisches Meer) gestürzt.

Es wäre bereits der sechste Raketentest Nordkoreas seit Beginn des Jahres und der zweite in dieser Woche.

Zuletzt hatte das Land laut Angaben Südkoreas am Dienstag zwei mutmaßliche Marschflugkörper abgefeuert. Die Tests solcher Lenkflugkörper, die im Gegensatz zu ballistischen Raketen über einen permanenten eigenen Antrieb verfügen, unterliegen jedoch nicht den Sanktionen gegen Nordkorea.

Am 5. und 11. Januar führte das Regime zudem Waffentests mit sogenannten Hyperschallraketen durch. Raketen dieser Art können mehr als die fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen und sind im Flug manövrierfähig. So sind sie für die herkömmliche Luftabwehr schwer auszumachen und abzufangen.

Erst vergangene Woche hatte das politisch weitgehend isolierte Nordkorea zudem angedeutet, dass es die seit 2017 pausierten Atom- und Langstreckenwaffentests wieder aufnehmen könnte.

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Pjöngjang unterliegt wegen seines Atom- und Raketenprogramms bereits zahlreichen internationalen Sanktionen. Uno-Resolutionen verbieten Nordkorea Tests mit ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf tragen können. Das Regime hat wiederholt erklärt, es brauche die Waffen, um sich gegen eine drohende Invasion der USA zu verteidigen.

Die jüngste militärische Machtdemonstration dürfte die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel weiter verschärfen. Die Gespräche über einen Friedensprozess zwischen den beiden koreanischen Staaten und die Verhandlungen mit den USA über eine atomare Abrüstung Nordkoreas kommen seit fast drei Jahren nicht mehr voran.

aar/dpa/AFP